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Führungszeugnis

Das Führungszeugnis beinhaltet bestimmte über eine Person im Bundeszentralregister enthaltene Angaben. Das können z. B. strafgerichtliche Verurteilungen, gerichtlich angeordnete Sperren der Fahrerlaubnis, Entscheidungen von Verwaltungsbehörden und Gerichten, Vermerke über die Schuldunfähigkeit sowie gewisse Straftaten, die im Zusammenhang mit der Ausübung eines Gewerbes begangen worden sind, sein.

Das Führungszeugnis wird auf Antrag von Ihnen beim Bundesamt für Justiz beantragt.

Ein Führungszeugnis kann jeder beantragen, der das 14. Lebensjahr vollendet hat. Der Antrag kann nur persönlich unter Vorlage des Personalausweises /Reisepasses im Meldeamt der Stadt Bad Orb gestellt werden. Bis zum vollendeten 17. Lebensjahr kann auch der gesetzliche Vertreter die Ausstellung beantragen.

In der Regel erhalten Sie Ihr Führungszeugnis innerhalb von 10 - 14 Arbeitstagen.

Alternativ kann der Antrag über das Online-Portal des Bundesamts für Justiz erfolgen. Für den Online-Antrag über das Online-Portal werden der neue elektronische Personalausweis bzw. ein elektronischer Aufenthaltstitel und ein Kartenlesegerät benötigt.

Führungszeugnis online beantragen

 

Welche Arten von Führungszeugnissen gibt es:

  • einfaches Führungszeugnis
  • erweitertes Führungszeugnis

  • für private Zwecke (Belegart "N")

das Führungszeugnis wird Ihnen direkt per Post nach Hausen gesandt

  • zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart "O")

das Führungszeugnis wird direkt der Behörde zugesandt, die Sie angeben.
Bitte geben Sie in diesem Fall die Anschrift der Behörde und den Verwendungszweck an.

Erforderliche Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • bei Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses: Vorlage einer schriftlichen Aufforderung der Stelle, die das erweiterte Führungszeugnis verlangt und in der diese bestätigt, dass die Voraussetzungen des § 30 a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) vorliegen.

Gebühren:

  • alle Arten (Führungszeugnisse, erweiterte Führungszeugnisse, europäische Führungszeugnisse): 13,00 Euro

Erweitertes Führungszeugnis:

Seit 1. Mai 2010 kann ein Arbeitgeber/in von jeder Person, die beruflich oder ehrenamtlich Minderjährige betreut, erzieht oder ausbildet, ein erweitertes Führungszeugnis verlangen.

Die Neuregelung gilt für Schulen und Kindertagesstätten sowie für alle anderen Berufsgruppen, die viel mit Minderjährigen zu tun haben wie zum Beispiel Schulbusfahrerinnen, Schulbusfahrer, Sporttrainerinnen, Sporttrainer, Leiterinnen von Jugendgruppen oder Leiter von Jugendgruppen. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber entscheidet selbst, ob ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt werden muss.

Bislang wurden im Zentralregister nur Strafen über 90 Tagessätze oder drei Monate Gefängnis festgehalten. Im erweiterten Führungszeugnis werden nun auch Strafen für Sexualdelikte erfasst, die unter diesen Grenzen liegen, etwa eine Verurteilung wegen Besitzes von Kinderpornografie oder Exhibitionismus.

Europäisches Führungszeugnis

Hinweis über neue Rechtslage: Seit dem 31.08.2018 wird für alle Personen, die eine oder mehrere Staatsangehörigkeiten eines anderen europäischen Staates besitzen ein normales Führungszeugnis erstellt, welches die Angaben aus anderen europäischen Staaten automatisch enthält. Es besteht keine Wahlmöglichkeit. Für die Antragstellung ist es wichtig, alle Staatsangehörigkeiten der antragstellenden Person zu erfassen. Das Führungszeugnis kostet dann ebenfalls nur noch 13 Euro. Die Bearbeitungszeit erhöht sich aufgrund der Antwortzeiten der anderen Staaten (aktuell 20 Tage) auf 3-4 Wochen. 

Bisher mussten Staatsangehörige eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union, die in Deutschland leben, im Heimatland sowie in Deutschland Führungszeugnisse beantragen.

Seit 27. April 2012 kann für diesen Personenkreis ein sogenanntes "Europäisches Führungszeugnis" ausgestellt werden. Neben dem Inhalt des Bundeszentralregisters gibt es Auskunft über den Inhalt des Strafregisters des Herkunftsstaates.

Die Antragstellung erfolgt dabei für alle Personen, die in Fulda mit Hauptwohnsitz gemeldet sind im Bürgerbüro. Der Antrag wird dann an das Bundesamt für Justiz weitergleitet. Dieses bittet den betreffenden Mitgliedsstaat um Mitteilung des Inhalts des dortigen Strafregisters. Eine Übersetzung sowie eine inhaltliche Prüfung der mitgeteilten Angaben erfolgt dabei nicht.

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