Sprungziele
Inhalt

Konzeption


Unser Bild vom Kind

Jedes Kind wird in seiner  Einzigartigkeit und mit all seinen persönlichen Fähigkeiten  gesehen und  gefördert.

Gleichwertig   sehen wir die  soziale Herkunft,   die Nationalität,  die  kulturelle Basis  oder  Behinderungen  der Kinder  nicht als trennend, sondern als bereichernde Aspekte für eine Gemeinschaft  an.

Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung, ein liebevoller Umgang und Akzeptanz sind im Miteinander unabdingbare  Bestandteile unserer Haltung.

Wir unterstützen Kinder in ihrer Entwicklung zur Selbständigkeit und  gestehen jedem Kind zu,  sein eigener  Akteur  im alltäglichen  Tun  und  Lernen zu sein und so seinen Entwicklungsprozess individuell mitzugestalten.

Kinder  sollen bei uns erfahren, dass  es helfende Hände gibt und dass keine Gewalt in jeglicher Form   ausgeübt werden darf.  

Unsere Einrichtung stellt sich vor

Lage

Die Kindertagesstätte Friedrichstal wurde am 01. Oktober 1969 eröffnet und liegt in einem ruhigen Außenbezirk von Bad Orb  in einem Wohngebiet, in dem viele Familien mit Kindern wohnen und das durch  Umwandlungen  und Sanierungen  weiterhin an Attraktivität zunimmt.

Vom Stadtkern aus  sind wir zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen; Eltern, die ihr Kind mit dem Auto bringen, finden bei uns gute Parkmöglichkeiten.

Räumlichkeiten

Die Einrichtung besteht aus  zwei  Gebäudeteilen, die über einen Hof miteinander verbunden sind.

 

Im oberen Gebäude befinden sich:

ein Gruppenraum,

ein Flur,

ein Waschraum mit Toiletten,

eine Personaltoilette,

eine Küche und

ein Abstellraum

 

In diesem Bereich können bis zu 25 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut werden.

 

Im unteren Gebäudeteil befinden sich:

zwei Gruppenräume,

ein wechselnd  nutzbarer Funktionsraum,

ein Frühstücks- und Essensraum,

ein Schlaf- und Wickelraum,

eine Küche,

ein Waschraum mit Toiletten,

eine Personaltoilette

ein Abstellraum

ein Büro und

ein großer Flur, der ebenfalls als erweiterter Gruppenraum zum Spielen oder für Feiern und gemeinsame Singkreise genutzt werden kann .

 

In der ersten Gruppe können  weitere  25 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut werden. Im zweiten Gruppenraum werden bis zu 12 Kinder im Alter von 2-3 Jahren betreut.

 

Insgesamt stehen in der Einrichtung bis zu 62 Betreuungsplätze zur Verfügung. Die tatsächliche Anzahl der betreuten Kinder pro Gruppe kann durch die Betreuung von Kindern mit einem besonderen Betreuungsbedarf variieren.

 

Unsere Gruppenräume bieten durch ihre großen Fensterfronten einen ungehinderten Blick auf unser  naturnahes Außengelände und laden die Kinder ein, die Veränderungen in der Natur rund ums Jahr zu beobachten.

 

Der üppige Baumbestand spendet  Schatten und rahmt eine Reihe von Spielgeräten ein. Darüber hinaus sind für Ball- und Bewegungsspiele große Freiflächen vorhanden.

Unseren Jüngsten steht ein extra abgetrennter Bereich im Außengelände zur Verfügung.

 

In der direkten Umgebung sind Wiesen und Wälder schnell und sicher mit den Kindern zu erreichen; zudem bietet die gute Anbindung der Stadtbuslinie gute Optionen für Ausflüge in die nähere Umgebung.

 

 

Pädagogischer Ansatz

Pädagogische Ansätze sind ganzheitliche Konzepte, die sich durch Komplexität auszeichnen und daher in sehr vielen Bereichen der elementarpädagogischen Praxis herangezogen werden können.

Basierend auf dem gezielten Beobachten der Kinder, versuchen wir Gelegenheiten zu schaffen, in denen sie gewinnbringend Erfahrungen sammeln, experimentieren und forschend aktiv werden können.

Aus den verschiedenen pädagogischen Ansätzen wählen wir die für uns darauf zielenden Elemente aus.

Im Blickpunkt unserer Kita stehen die Fähigkeiten und Talente des Kindes und nicht das, was es vermeintlich noch nicht kann.

Dieser ressourcenorientierte Ansatz ermöglicht dem Kind aus einer Grundsicherheit heraus sich auf Neues einzulassen und Lernen als etwas Positives zu begreifen.

Ein pädagogischer Handlungsansatz unserer Einrichtung ist der „situationsorientierte Ansatz“. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Lern- und Spielangebote an den momentanen Lebenssituationen und Lebensbereichen der Kinder orientieren. 
Im Mittelpunkt situationsorientierter Pädagogik steht das Lernen in Handlungszusammenhängen, die für Kinder überschaubar sind. 

Der situationsorientierte Ansatz stützt sich auf kein eigenes entwicklungstheoretisches Konzept, sondern bezieht sich eher auf die Bedeutung der Sinnestätigkeit, der motorischen Aktivitäten sowie der sozialen Beziehungen.

Die Erzieherin wird hierbei als Vertraute und pädagogische Expertin gesehen, die analytische und praktische Probleme löst. Sie ist die Anregerin, die Entwicklungsbegleiterin, die Forscherin, die Moderatorin, die Mitlernende, die Neugierige, die zwischen Traditionen und Innovationen Vermittelnde und die Entdeckerin.

Ein weiteres erklärtes Ziel unserer Einrichtung ist  dass alle Kinder die Möglichkeit haben, Schlüsselqualifikationen zu erwerben und diese in ihrer stetigen Entwicklung einsetzen und modifizieren können. Zusammengefasst sind Schlüsselqualifikationen die Grundlage eines individuellen Lernprozesses und einer stabilen Persönlichkeitsentwicklung.

Entsprechend unserem Menschenbild möchten wir für jedes uns anvertraute Kind Möglichkeiten und Situationen schaffen, die es in die Lage versetzen, nach seiner Zeit in unserer Kindertagesstätte für den weiteren lebenslangen Lernprozess gut ausgestattet zu sein.

Pädagogische Ziele Baum
Pädagogische Ziele Baum

 

Soziale Kompetenz

Sozialkompetenz beinhaltet die Fähigkeit, in Gemeinschaft und Gesellschaft zu leben, sozial relevante Themen wahrzunehmen
und zu bewältigen.

In der Kita lernen die Kinder z. B.:

  • sich in andere Menschen hineinzuversetzen (Empathie);
  • Regeln aufzustellen und einzuhalten;
  • Beziehungen einzugehen und Verantwortung zu übernehmen;
  • mit Konflikten umzugehen.

 Diese Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben die Kinder in der Gruppe im Umgang mit Kindern und Erwachsenen.

Lernkompetenz

Lernkompetenz meint die Fähigkeit, Aufgaben als Lernansätze zu erkennen, Lösungen zu finden und zu beurteilen.

 In der Kita lernen die Kinder:

  • zu beobachten, Fragen zu entwickeln und sich eigene Aufgaben zu stellen;
  • Antworten zu suchen und eigene Lösungswege zu erproben;
  • sich Unterstützung zu holen;
  • sich Sachwissen anzueignen, zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Lernmethodische Kompetenzen entwickeln die Kinder, wenn sie fragend entdecken und eigene Antworten suchen.

 

Bewegung

Kindheit ist eine bewegte Zeit. 

In keiner anderen Lebensstufe spielt Bewegung eine so große Rolle.

Vor allem die ersten sechs Lebensjahre können als Zeit eines ungeheuren Betätigungs- und Bewegungsdranges,
ständigen Entdeckens, Erprobens und Experimentierens bezeichnet werden.

Die Welt erschließt sich dem Kind über Bewegung. Sie gehört zu den elementaren Ausdrucksformen der Kinder und ist Kennzeichen ihrer Lebensfreude und Vitalität.

Bewegung fördert:

  • das Kennenlernen des eigenen Körpers,
  • das Selbstvertrauen,
  • die Selbsteinschätzung,
  • das Selbstwertgefühl,
  • soziale Kontakte und den Abbau von Angst und Hemmungen,
  • die kognitive Entwicklung,
  • die Sprachentwicklung.

Die Kinder haben im Kita-Alltag vielfältige Bewegungsanreize.
Hier einige Beispiele:

  • schräge Ebenen zum Krabbeln, Kullern und Laufen im Außenbereich
  • verschiedene Schaukeln,
  • Möglichkeiten zum
  • Hüpfen und Springen,
  •  Balancieren,
  • Kriechen,
  • Wippen,
  • Klettern,
  • Schaukeln,
  • Fahren mit verschiedenen Fahrzeugen wie Dreirad oder Bobby-Car.

Neben der spontanen Bewegung bietet der Bewegungsraum viele Möglichkeiten für gezielte
Bewegungsangebote und fantasievolle Spiele.

 

Das Spiel

Kinder brauchen das Spiel, um sich gesund entwickeln zu können. 

So steht es im Mittelpunkt der Beschäftigung der Kinder und nimmt viel Raum in unserer pädagogischen Arbeit ein.

Das Spiel bietet den Kindern viele unterschiedliche Formen und Gestaltungsmöglichkeiten, sowie eine Vielzahl von Lernprozessen unterschiedlicher Art. Im Spiel werden Emotionen verarbeitet, Kontakte hergestellt, die Kinder lernen mit sich und ihrer Umwelt umzugehen. Regeln und Formen machen es möglich, soziales Lernen zu üben. Die Kinder bestimmen weitgehend selbst, „was“ und „mit wem“ sie spielen, sie entscheiden auch über Ort und Spieldauer. Sie dürfen wählen zwischen Bauecke, Malecke, Puppenecke, Würfelspiel oder Gesellschaftsspiel.

 Im Umgang mit verschiedenen Materialien lernt das Kind sich mit seinen eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auseinander zu setzen. Es erfährt seine Stärken und Schwächen, stößt an eigene Grenzen und kann sie erweitern. Das Kind kann so zu einer Selbsteinschätzung gelangen und diese auch akzeptieren.

 Wir Erzieherinnen bestärken das Kind in seinen Begabungen unter Berücksichtigung seiner Bedürfnisse.

Wichtig ist, dass die Kinder im Freispiel Anpassung, aber auch Selbstbehauptung lernen, dass die Spielregeln eingehalten oder ausgehandelt werden, um Streitkultur zu entwickeln, Sozialverhalten zu erlernen und ihre eigenen Aggressionen dabei abzubauen.

Ein wichtiger Aspekt, um dem Kind Verantwortungsmöglichkeiten anzubieten, ist das Rollenspiel.
Das Nachspielen der „Erwachsenenwelt“ gibt den Kindern die Möglichkeit verschiedene Situationen des Lebens zu erkennen, nachzuspielen, dabei Erfahrungen zu sammeln, um die Umwelt gefühlsmäßig zu begreifen und verstehen zu können.

Sie können „spielend“ ihre Welt gestalten und mit allen Sinnen erfassen, dadurch Erfahrungen sammeln,
diese umsetzen und Fantasie entwickeln.

Wertvoll für das Kind sind die Erfahrungen und Auseinandersetzungen innerhalb des vom Kind erlebten Prozesses.
Nicht ein Ergebnis, sondern die Erfahrung, die das Kind bei seinem Tun sammelt, steht im Vordergrund und ist von großer Bedeutung.

Im Wechsel von Freispiel, Rollenspiel und von gelenktem Angebot entsteht ein Erfahrungsraum der den Kindern eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt ermöglicht. Wir stehen jederzeit zur Verfügung, beobachten die Kinder in ihrer Entwicklung, leisten Hilfestellung oder geben, wo nötig, Anregung, helfen bei Konflikten und stehen als Spielpartnerinnen auf Wunsch der Kinder bereit.

Projekte und Unternehmungen

Im Verlauf eines Kindergartenjahres finden immer wieder  Projekte, Aktivitäten und Ausflüge statt.

Die Arbeit in Projekten kommt dem  natürlichen  Wunsch des Kindes entgegen, etwas zu entdecken, zu erleben und sich selbst in Bezug zu seinen Handlungen zu sehen.

Die Idee oder das Thema eines Projektes kann ganz unterschiedlich entstehen – manchmal aus einem  aktuellen Ereignis aus den Lebenswelten der Kinder heraus, manchmal durch Anregungen der Erzieher oder der Eltern. Dauer und Intensität sind daher unterschiedlich und werden durch das Interesse der Kinder mitbestimmt.

 Unser Projekt „ Kita unterwegs“ ist ein Bestandteil der pädagogischen Arbeit und beinhaltet die Erkundung des näheren Umfeldes durch die Kinder der Kita. Die Kinder suchen sich spannende Ziele aus, und können so neues in ihrem Lebensraum entdecken.

 

Religion und Ethik

Erziehung und Religion liegen in vielen Kulturen eng beieinander.
Bereits die Kinder im Vorschulalter sollen mit den Bräuchen und Gepflogenheiten der Religion durch ihre Familien vertraut gemacht werden, um sich später als Jugendliche oder Erwachsene darin zurechtzufinden und sich zugehörig zu fühlen.

Unsere Kindertagesstätte steht allen Familien anderer Konfessionen und Religionen offen.

Wir begegnen uns mit mit Offenheit und Toleranz.

Da die christlichen Grundwerte die Basis unseres Gesellschaftssystems sind, orientieren wir uns im Jahreskreis an den christlichen Festen, bereiten diese auch inhaltlich mit den Kindern vor.

 
Sprache-Kommunikation-Literacy

Die Förderung und Entwicklung der Sprache geschieht bei uns im pädagogischen Alltag.

Durch viele verschiedene Lieder, Rollenspiele, Fingerspiele oder Hören von Geschichten entwickelt das Kind Sprechfreude.
Es erweitert zudem seinen Wortschatz und wird dadurch zur Kommunikation ermutigt.

Jedes Kind lernt das Sprechen individuell.

Hier ist es wichtig, dass die pädagogischen Mitarbeiterinnen jedes Kind individuell betrachten,den persönlichen
Entwicklungsstand erkennen und entsprechend fördern.

Sind Sprachauffälligkeiten  durch Fachkräfte festgestellt, wird das Kind dort speziell gefördert.

 Zur Förderung der phonologischen Bewusstheit in Verbindung mit dem Textverständnis, des Wortschatzes, der Artikulation sowie für die Aufmerksamkeit und Konzentration bieten wir den Kindern im letzten Halbjahr vor Eintritt in den Schulalltag ein spezielles Projekt an. ( Würzburger Programm)

Die Kommunikation findet in der täglichen Begegnung der Kinder untereinander und den pädagogischen Mitarbeiterinnen statt.

Hierbei haben die Kinder die Möglichkeit die eigene Kommunikationsfähigkeit im Kontakt mit ihren Mitmenschen zu erproben, zu erlernen und weiterzuentwickeln.

 Dies unterstützen wir mit verschiedenen Angeboten:

  • Sing- und Kreisspiele
  • Rollenspiele
  • Bilderbücher

 
Kinder interessieren sich früh für Zeichen und Schrift.
In unserer Kita begleiten uns Zeichen, die den Kindern zur Orientierung dienen, z. B.

  • Eigentumsfächer und Garderoben-Piktogramme
  • Fotos, die das Zuordnen von Spielsachen vereinfachen
  • Portfolios, die die Kinder selber anlegen

 

Ein wichtiger und zentraler Bestandteil in jeder Gruppe und im pädagogischen Gruppenalltag sind Bilderbücher,
die vorgelesen und betrachtet werden.

Sprache umfasst alle Ausdrucksformen.

Die Erzieherinnen müssen die altersgerechten Ausdrucksmöglichkeiten der Kinder erkennen und mit ihnen
entsprechend kommunizieren.

Die Sprachförderung liegt dabei dem ganzheitlichen Ansatz zu Grunde, d.h. die Kinder können ganzheitliche Erfahrungen in allen Bereichen machen, so dass Sprache auch erlebt, erfasst und begriffen werden kann.

 Weiterhin fördern wir die sprachliche Entwicklung durch:

  • Förderung der phonologischen Bewusstheit,
  • Reimen,
  • Silben und Laute erkennen,
  • Vorlesen,
  • Erzählkreise,
  • Singen,
  • Gedichte und Tischsprüche.

 

Forschen und Experimentieren/Mathematik, Naturwissenschaft und Technik

Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Interesse an naturwissenschaftlichen Themen, mathematischen Zusammenhängen und technischen Dingen.

Im Kita-Alltag schaffen wir viele Anlässe zum Zählen und Rechnen, wie z. B. beim Decken der Tische für die Gruppe
und bei Brettspielen.

Das Verständnis für Zahlen wird durch Messen, Wiegen und Teilen verschiedener Dinge verfeinert.
Hierzu bietet sich auch das Backen oder Kochen mit den Kindern besonders an. Wir stellen den Kindern zudem verschiedene Materialien zur Verfügung, die den Aufforderungscharakter haben, sich spielerisch damit auseinanderzusetzen, beispielsweise

  • eine Waage
  • Messbecher
  • Verschiedene geometrische Figuren
  • Bausteine

Erfahrungen und Erkenntnisse im Bereich der Technik erwerben die Kinder durch die Anwendung verschiedener technischer Geräte wie Küchengeräte, CD- Spieler oder Kassettenrecorder.

Das Experimentieren, Ausprobieren, Erforschen und Wiederholen mit der Umwelt findet täglich und ständig statt - sei es das Spielen in der Sandkiste (Wasser und Sand) oder das Erforschen von Magnetismus (Was lässt sich von Magneten anziehen?).

Dabei ist es wichtig, den Kindern genügend Zeit und Raum zu geben.

Zudem bieten wir den Kindern naturwissenschaftliche Experimente an, die die Kinder

selbständig durchführen können.

Dazu stehen den Kindern verschiedene Materialien zur Verfügung, unter anderem

  • Lupen
  • Magnete
  • etc.

 

Musische Bildung und Medien

Durch musische Angebote und Erfahrungen lernen die Kinder, ihre Gedanken und Gefühle, Erlebnisse und
ihre Wahrnehmung auszudrücken.

Wir geben den Kindern hierfür sehr viel Raum und Zeit.
Eine Vielfalt an Materialien, die einen hohen Aufforderungscharakter haben, unterstützen unsere Arbeit.

Durch musikalische und rhythmische Erfahrungen können die Kinder ganzheitliche Wahrnehmung erfahren.

Dabei spricht die Musik Gefühl, Körper und Geist an, zudem wird es eine Beziehung zum gemeinsamen Miteinander und Erleben der Kinder geschaffen.

 Wir bieten den Kindern regelmäßig

  • Singkreise
  • Kennenlernen und Umgang mit Instrumenten
  • Klanggeschichten

Hier erfahren die Kinder unter anderem Reaktionen auf akustische Reize und die Beeinflussung ihrer Umgebung
durch ihre Stimmen.

 Die Kinder lernen bei uns unterschiedliche Medien kennen und den bewussten Umgang mit ihnen.

Dazu gehören z. B.

  • Fotos
  • Bilderbücher
  • Zeitungen
  • CDs

 Das Kind erlangt durch sein eigenes Tun die Kompetenz zum Umgang mit den Medien.Das Kind lernt zum Beispiel wie ein CD-Player an- und ausgeschaltet wird, wo laut und leise gedreht wird und wie die CD eingelegt werden muss.

Dabei ist es wichtig, dass sich die Kinder mit den verschiedenen Medien auseinandersetzen können.

 

Umwelt- und Naturerfahrungen

"Nur was man kennt, kann man auch schützen"

Umweltschutz und kindliche Naturbegegnung sind sehr eng miteinander verknüpft.

Kinder, die in jungen Jahren die Natur kennen und schätzen lernen, haben als Erwachsene viel eher eine Motivation
zu umweltgerechtem Verhalten.

Dafür ist es wichtig, dass Kinder die Möglichkeit erhalten, ein positives Grundgefühl für die Natur zu entwickeln
bzw. eine Beziehung zu den Naturgegebenheiten in ihrem Umfeld aufzubauen.

Eine wichtige Aufgabe der Naturpädagogik besteht für uns daher in der Möglichkeit, Kindern phantasievolle, ausgedehnte
und faszinierende Naturbegegnungen zu ermöglichen.

Vorbilder, wie Eltern und Erzieher, sind hierbei starke Imitationsmodelle; deren Umgang mit Umwelt und Natur prägt die Wertigkeit bei den Kindern.

Umweltbildung beinhaltet  daher immer auch Werteerziehung und steht einerseits  im engen Kontext zu Begriffen wie Schöpfung und Religion, andererseits erfüllt sie auch wissenschaftliche Aspekte der Physik, Biologie und Chemie.

In unserer Kita versuchen wir, dieses breite Spektrum an Erfahrungsmöglichkeiten durch

  • Erkundungen des näheren Sozialraums
  • Spaziergänge mit allen Sinnen
  • Trennen von Müll
  • Vermeiden von Abfall
  • Wassersparen
  • Spiel mit Stöcken, Steinen, Blättern , Matsch und Sand und Wasser
  • Bau von Vogelhäuschen
  • Beobachten der Insekten am Insektenhotel
  • Teilnahme am Wasserforscherprojekt
  • Anpflanzen von Kräutern und Gemüse
  • Kennenlernen von Haustieren

 zu unterstützen.

 
Feste und Feiern

Feste bilden Höhepunkte im Alltag, sind etwas Besonderes und heben sich vom Regelmäßigen ab.
Deshalb sind sie ein fester Bestandteil in unserer Kita.

Wir orientieren uns an den Festen unseres Kulturkreises, die rund ums Jahr bei uns gefeiert werden. Sie vermitteln den Kindern ein Gefühl für die Jahreszeiten und den dazugehörigen Feierlichkeiten wie Martinsumzug, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern und Sommerfest.

 Zusätzlich feiern wir selbstverständlich Geburtstage und Abschiede. Diese sollen neben den jahreszeitlichen und kulturell bedingten Höhepunkten den Rhythmus der Kinder berücksichtigen oder bestimmte Themen zum Abschluss bringen.

 Einige Feste feiern die Mitarbeiterinnen zusammen mit den Kindern, andere feiern wir gemeinsam mit den Familien.

Letztere sind Möglichkeiten für die Eltern, sich näher kennenzulernen und in engeren Kontakt zu der Einrichtung zu kommen –
bei der Vorbereitung, beim Zusammensein, beim Aufräumen.

Bei gemeinsamen Festen wird die Verbindung zwischen der Kindergruppe und den Familien für alle erlebbar,
was uns sehr wichtig ist.

In der Regel planen die Mitarbeiterinnen die Feste im Austausch mit dem bzw. unter Beteiligung des Elternbeirats. Dabei sind wir offen für die Ideen der Eltern, für kulturelle Besonderheiten und Gewohnheiten. Möglich ist aber auch, dass Eltern oder der Elternbeirat Feste organisieren und damit das Kindergruppengeschehen bereichern.

Das Besondere an allen Feierlichkeiten ist, dass sie den Alltag durchbrechen. Sie brauchen eine bestimmte Vorbereitung und vermitteln besondere Stimmungen. Sie bündeln bestimmte Themen. Zu den jeweiligen Festen gehören auch bestimmte Bücher, Rituale, Geschichten, Lieder und Dekoration.

 
Interkulturelle Erziehung

„ Heimat ist dort wo es einem leicht gemacht wird, mit Menschen zu reden“

( Max von der Grün )

 

Interkulturelle Erziehung geht davon aus, dass die gegenwärtige und zukünftige Lebenssituation deutscher und ausländischer Kinder durch das multiinternationale Zusammenleben im Gemeinwesen bestimmt ist.

In unserer Gesellschaft leben Menschen verschiedener religiöser und kultureller Herkunft. Eine interkulturelle Erziehung im Elementarbereich will ausländische und deutsche Kindern auf ein gleichberechtigtes Zusammenleben vorbereiten. 

Das Fördern der Toleranz im Miteinander und die Achtung voreinander mit allen Stärken und Schwächen kann hier beim Miteinanderspielen, Singen, Lachen, Fröhlich-und Traurigsein erlebt werden und führt letztendlich zu einem Gefühl des Angenommenseins.

Unser Kita soll eine Begegnungsstätte sein in der sich Kinder und Erwachsene kennen lernen, wohlfühlen und erfahren. Ein Ort also, aus dem weder die Außenwelt, Themen noch Personen ausgeschlossen werden.

Die Sprache ist ein wichtiges  Element in der Kontaktaufnahme. Sprachliches Lernen steht im Zusammenhang mit sozialem Lernen der Kinder und geschieht in fast allen Situationen unseres Kindergartenalltages.

Im Alltag fördern wir die Entwicklung der Sprache und geben Anregungen durch Vorlesen von Bilderbüchern, Geschichten,
Märchen, Singen, Rollenspiele, Rhythmik, Fragen stellen, antworten, aussprechen lassen, wiederholen, zuhören, Tischspiele, Arbeit in Kleingruppen, evtl. mit speziellen Sprachspielen.

Die Muttersprache ist von besonderer Bedeutung für die emotionale Entwicklung des Kindes. Der Erwerb der Muttersprache und der deutschen Sprache sollte als ein einheitlicher Prozess gesehen werden. Die Vernachlässigung der Muttersprache führt häufig zu einer Halbsprachlichkeit, bei der auch die deutsche Sprache nicht beherrscht wird.

Partizipation von Kindern/ Dialog mit dem Kind

Der Begriff Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten meint Teilhaben und Mitbestimmen bei Entscheidungsprozessen,
die die Gestaltung der Lebensräume, Lebensumstände und Alltagsreglungen der Kinder betreffen.

 

Durch ernsthafte Einflussnahme üben Kinder erstes demokratisches Verhalten und Verantwortungsübernahme ein.

So wird die Grundlage zu demokratischem Denken und Handeln gelegt und das „ Wir- Gefühl“ einer Gruppe gestärkt. 

Dem Kind Entscheidungen zu überlassen muss dessen Entwicklungsstand angemessen sein, damit es
zu keinen Überforderungen kommt.
Vielmehr wird in einem Rahmen von bestehenden Regeln und Grenzen die Entscheidungsfähigkeit altersgemäß eingeübt. 

Diesen Prozess unterstützen wir im Alltag der Kitagruppe z. B. durch Wahlmöglichkeiten der Spielangebote oder wir
schaffen Möglichkeiten in denen sich Kinder wahrnehmen, einander zuhören, sich als Gruppe verhalten und so auch Entscheidungen für die Gruppe treffen.

Vorschulerziehung

Die gesamte Kindergartenzeit ist  „Vorbereitung auf die Schule“.

Während  dieser Zeit können die Kinder Kompetenzen im sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Bereich entwickeln und stärken.

Unser Ziel ist es, die Kinder so zu fördern und zu erziehen, dass sie beim Schuleintritt aufgeschlossen, selbständig und gemeinschaftsfähig sind. Die Kinder sollten bis dahin Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben haben, die sie befähigen, die unbekannte Schulwelt zu begreifen und zu bewältigen.

Unser  Vorschultreff ist ein besonderes Angebot für Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr vor Eintritt in die Schule.

Es ist uns wichtig, Kinder zu befähigen, Lebenssituationen der Gegenwart und näheren Zukunft möglichst selbst bestimmend
und auch sachgerecht zu bewältigen.

Durch geeignete Rahmenbedingungen und Anregungen wollen wir das Neugierverhalten stärken und fördern;
dadurch wird die Freude am Lernen verstärkt und die Kinder sind motiviert, Neues kennen zu lernen und zu entdecken.

Diese Rahmenbedingungen finden innerhalb oder außerhalb der Einrichtung statt, z. B. Besuch der Feuerwehr, einer Tierarztpraxis, Museums –und, Zahnarztbesuch , Erste-Hilfe- Kurs u.v.m..

Elternarbeit

Erziehung in der Kita ergänzt, unterstützt und erweitert die Erziehung des Kindes in der Familie.

Ein guter Kontakt zwischen Eltern und pädagogischem Personal ermöglicht eine tragfähige Beziehung zwischen
Kind und Erzieherin.
Für eine gute Zusammenarbeit sind uns gegenseitige Offenheit und Wertschätzung wichtig.
Dies ermöglicht einen wertvollen Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

 Die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit sind:

 Aufnahme des Kindes:
  • Informationen vor der Aufnahme
  • Erstgespräch zum Kennenlernen
  • Schnuppertage
 Angebote für Eltern und Familien:
  • Feste und Feiern
  • Tag der offenen Tür
  • Tür- und Angel-Gespräche
  • Elternstammtisch
 Einzelkontakte:
  • Beratungs- und Entwicklungsgespräche
 
Informationen:
  • Konzeption
  • Elternbriefe
  • Infowände
  • Auslegen von Infos
  • Zusammenarbeit bei der Vorbereitung verschiedener Aktivitäten
 Elternvertretung:
  • Eltern als Interessenvertreter für Kinder und Eltern

 
Die Kita soll ein Ort der Begegnung sein.

Wir wünschen uns eine lebendige und kooperative Zusammenarbeit mit den Eltern.

Versorgung / Ernährung/Hygiene

Gemeinsame Mahlzeiten

Mahlzeiten strukturieren unseren Tagesablauf in der Kita.

Dabei geht es uns nicht nur darum, die gemeinsamen Mahlzeiten nicht nur als Nahrungsaufnahme zu betrachten,
sondern vielmehr als ein Gemeinschaftserlebnis.

In allen Gruppen findet ein gemeinsames Frühstück statt.
Hierzu bringen die Kinder von zu Hause ihr Frühstück mit. Wir legen dabei Wert auf ein abwechslungsreiches, gesundes und möglichst zuckerfreies Essen.

In regelmäßigen Abständen gestalten wir innerhalb der Gruppen ein von uns organisiertes Frühstück, das unter verschieden Aspekten stehen kann und somit das Erleben mit allen Sinnen von vielleicht neuen Nahrungsmittel für die Kinder ermöglicht.

Unser Mittagessen findet  um 12:00 Uhr in unserem Essensraum und  einem Gruppenraum statt. Wir beziehen es durch einen ortsnahen Caterer.

Aus einer großen Auswahl von verschiedenen Angeboten wird ein Speiseplan für die Woche zusammengestellt, der auch für die Kinder die Möglichkeit der Mitbestimmung bietet.

Der Speiseplan hängt öffentlich aus und kann so von den Eltern jederzeit eingesehen werden.

Als Getränke stehen unseren Kindern jederzeit ungesüßter Tee und Wasser zur Verfügung. (Zum Frühstück ggf. auch Milch.)

Die Kinder können sich an den Getränken nach ihren individuellen Bedürfnissen allein bedienen oder diese mit Unterstützung zu sich nehmen.

 
Ruhephase

In unserem Schlafraum haben Kinder die Möglichkeit ihrem Ruhe- und Schlafbedürfnis nachzugehen.

Kinder brauchen nach einer Zeit der Bewegung und des Spielens Ruhepausen, um neue Kräfte zu sammeln, um die erlebten Eindrücke besser verarbeiten zu können, sowie um ihr Erlerntes zu festigen.

Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie schlafen dürfen und nicht müssen.

Die Einschlafsituation wird begleitet durch eine pädagogische Fachkraft. Dieses vermittelt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit.

Ebenso erleichtert dem Kind ein Kuscheltier, Tuch, Schnuller oder ein anderes „Übergangsobjekt“ das Einschlafen.

Je nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes kann eine Mittagsruhe unterschiedlich lang ausfallen, überschreitet jedoch nur in sehr seltenen Ausnahmefällen die zwei Stunden Grenze.

Auch der Zeitpunkt, wann ein Kind generell mittags nicht mehr schlafen sollte, richtet sich bei uns in der Kita nicht nach Lebensalter, sondern einzig und allein danach, dass ein Kind sagt, dass es nicht  mehr schlafen will.  

Sauberkeitserziehung

Die Sauberkeitserziehung ist der Bereich der stellvertretend für die Autonomientwicklung des Kindes steht.

Den richtigen Zeitpunkt für Topf und Toilette bestimmt jedes Kind selbst.
Nötig dafür ist ein Entwicklungsprozess, der bei jedem Kind genetisch festgelegt ist, und daher weder im Ablauf noch in der Geschwindigkeit durch Training beeinflussbar ist.

Wir halten es für die unterstützende Sauberkeitserziehung wichtig, dass Eltern und Erzieherinnen zusammenarbeiten, damit das Kind keine Überforderung erfährt.

In der Eingewöhnungsphase gestalten wir das Wickeln wie folgt:

  • Die Beziehungsperson wickelt das Kind und die Erzieherin begleitet diese intime Situation.
  • Die Erzieherin wickelt das Kind und die Beziehungsperson begleitet die Situation.
  • Die Erzieherin wickelt das Kind ohne Bindungsperson.

 Kleinstkinder, die sich an ihrer Reinigung beim Wickeln beteiligen oder evtl. das Toilettenpapier selbst abreißen wollen, zeigen erste Signale, sich für ihr Sauberwerden zu interessieren.

Das Trocken- bzw. Sauberwerden geht mit einem Selbstbewusstseinsschub einher, der auch Einfluss auf
Selbständigkeitstendenzen in anderen Entwicklungsbereichen hat.

 
Zähneputzen

Die Zahngesundheit ist als übergreifendes Thema zwischen Ernährung und Hygiene für uns sehr wichtig.

In Zusammenarbeit mit dem  Arbeitskreises Jugendzahnpflege und unserem Patenschaftszahnarzt werden Projekte wie z. B. der „ zuckerfreie Vormittag“ oder ein zahngesundes Frühstück erlebt und in die Praxis umgesetzt.

Auch ein informativer Besuch der Vorschulkinder in der Zahnarztpraxis  steht jährlich auf dem Programm.

Bei uns in der Kita  sehen wir das Zähneputzen als eine elternergänzende  Tätigkeit an, die wir durch die oben angeführten Beispiele und gezielte Projekte für alle Kinder gerne  bereichern und festigen.

Eingewöhnung

Der Übergang von der Betreuung in der Familie in die Kita ist ein bedeutungsvoller Schritt und der Ablösungsprozess ist nicht immer leicht von den Beteiligten zu bewältigen.

Eltern kennen ihr Kind am besten.
Deshalb beginnt die Zusammenarbeit zwischen Kita - Mitarbeiterinnen und Eltern bereits vor der Aufnahme des Kindes.

In einem Erstgespräch lernen sich Eltern und die Betreuer/-innen kennen.
Die Eltern erhalten Informationen zur Eingewöhnungsphase, zum Tages- und Wochenablauf der Gruppe und bekommen eine Liste, was ihr Kind in der Kita benötigt.

Für die Mitarbeiterinnen ist es wichtig, etwas über das Kind zu erfahren, z. B.: 

  • Wie sieht der Tagesrhythmus des Kindes aus?
  • Welche Vorlieben/Abneigungen hat es?
  • Welche Rituale kennt das Kind, z. B. beim Verabschieden oder vor dem Einschlafen?
  • Womit spielt das Kind gerne?
  • Gibt es etwas Besonderes zu beachten?
  • Wie schätzen die Eltern die Trennungsphase ein?


Alle Kinder profitieren davon, wenn ein Elternteil sie in den ersten Tagen begleitet und so eine Brücke zwischen
der „alten und der neuen Welt“ baut. Die Anwesenheit eines Elternteils gibt dem Kind Sicherheit.

Die Bezugsperson bildet die sichere Basis, von der aus sich das Kind auf seine neue Umgebung und andere Personen einlassen kann.

Bildlich gesprochen soll die Mutter ihr Kind der pädagogischen Fachkraft übergeben und dem Kind vermitteln: Ich habe Vertrauen zu diesem Menschen, in dessen Nähe kannst  du unbesorgt sein.

Vertraute Übergangsobjekte wie Kuscheltier oder Schnuffeltuch sind hierbei hilfreiche Begleiter.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder später wesentlich angstfreier mit neuen Situationen umgehen können, wenn die erste Trennungssituation schonend, verständnisvoll und durch eine vertraute Bezugsperson begleitet wird.

Die Eingewöhnung soll individuell gestaltet werden und wird vorab und währenddessen mit den Eltern besprochen.
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind ohne die Anwesenheit der Eltern in der Kindertagesstätte sicher fühlt und sich in Stresssituationen dauerhaft von seinen pädagogischen Fachkräften trösten lässt.

Integration / Inklusion

„Es ist normal, verschieden zu sein!“

                                                                                            Richard von Weizsäcker

 Integration und Inklusion sind Teile unserer täglichen Bildungs- und Erziehungsarbeit.

Kinder mit Behinderung und solche, die von einer Behinderung bedroht sind, werden  in unserer Kindertageseinrichtung  gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 

Das Miteinander- und Voneinanderlernen steht bei uns im Mittelpunkt.

Unsere Kinder finden im Anderssein Fragen zum Leben und zu ihrer eigenen Person. Sie entwickeln im sozialen Miteinander gegenseitige Wertschätzung und eine prozesshafte Auseinandersetzung mit dem Fremden und dem Besonderen.

Die Familien der Integrationskinder erhalten in unserem Kindergarten kompetente Unterstützung und Beratung in allen Fragen der Erziehung und Förderung ihres Kindes.

Wir begleiten sie beim Übergang zur Schule und stehen ihnen bei der Auswahl der Einschulungsmöglichkeiten beratend zur Seite.

 In einer Atmosphäre, in der individuelle Stärken und Schwächen akzeptiert und Anstoß von engagierten, selbstständigen Lernprozessen werden, können sich partnerschaftliche Beziehungen, Kreativität und Lebensfreude entwickeln.
Diese fundamentalen Qualifikationen benötigen alle Kinder für die Bewältigung von Alltag und Zukunft. Die Entwicklung und Förderung dieser Prozesse gehören zu den spannenden Aufgaben integrativer Arbeit.

Kinder machen keine Unterschiede!

Beobachten und Dokumentieren der Entwicklung des Kindes

Kinder sind aktive Lerner von Anfang an.

Um Kinder auf ihrem ganz individuellen Entwicklungsweg besser begleiten zu können, müssen wir erkennen, welche Stufe sie gerade erklommen haben und welche Hürde als nächstes genommen werden will. Auch das jeweilige Entwicklungstempo ist individuell und nicht vorhersehbar.

Darum sind regelmäßige Beobachtungen der kindlichen Kompetenzen in Bezug auf die verschiedenen Bildungs- und Entwicklungsbereiche ein wichtiges Instrument unserer pädagogischen Arbeit.

Unsere Aufmerksamkeit für die Kinder und eine wohlwollende Beachtung ihrer Person und Tätigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit.

Dabei beobachten wir das individuelle Tun des einzelnen Kindes auf praktischer und sozialer Ebene.

Unsere Wahrnehmungen werden dokumentiert, um einen entwicklungsorientierten Bericht zum einzelnen Kind geben zu können. So bereiten wir Elterngespräche vor, die regelmäßig für jedes Kind geplant und durchgeführt werden. Einschätzungen der Eltern vergleichen wir dabei gerne mit unseren Beobachtungen, um ein möglichst umfassendes Gesamtbild zu erhalten und nächste Schritte in Übereinstimmung mit der elterlichen Sichtweise zu begleiten oder geeignete Möglichkeiten zur individuellen Förderung zu planen.

Durch unseren fachlichen, wertschätzenden Blick auf ihr Kind versuchen wir, Eltern im Gespräch zu helfen, die Entwicklung ihres Kindes zu fördern.

Ein weiteres Beobachtungsziel besteht darin, die aktuelle Interessens- und Bedürfnislage  der Kindergemeinschaft  zu erfassen, um die jeweils aktuellen Themen der Kinder bei der Planung pädagogischer Projekte sowie der Materialbereitstellung und Raumgestaltung berücksichtigen zu können.

Zur Entwicklungsreflektion legen wir für jedes Kind einen Ordner an, in dem die Arbeiten der Kinder, Gesprächsnotizen sowie Fotos von gemeinsamen Unternehmungen, dem Kindergartenalltag mit seinen Höhepunkten und Erlebnissen aller Art dargestellt werden.

Wir ermuntern die Kinder, Kunstwerke für ihren Ordner herzustellen und einzuheften.
Unser Interesse an ihren Werken stärkt und ermutigt sie und fordert zu weiteren Schritten auf.
Bereits während der Kindergartenzeit sind diese Portfolio-Ordner gern und häufig angeschaute Dokumente eigener Kreativität, Lernergebnisse und Lebensereignisse.
Durch diese beliebte Selbstreflektion wird angeeignetes Wissen und Können nochmals vertieft.

Gerne nehmen die künftigen Schulkinder diese Erinnerung bei ihrer Verabschiedung in Empfang.

Tagesablauf

Der Tag in der Kita  ist von bestimmten Zeitabläufen geprägt, die den Kindern Struktur und Sicherheit geben sollen.

 

Die Kinder kommen morgens in der Zeit von 7.30 - 8.45 Uhr in die Einrichtung.

In der Garderobe werden die Jacken an den Haken gehängt und die Schuhe in das dafür vorgesehene Fach gestellt. Die Kinder werden persönlich ihren Gruppenerzieherinnen übergeben und es besteht für die Eltern die Möglichkeit, kurze Absprachen zu tätigen oder Informationen auszutauschen. Danach können sie sich in vertrauter und liebevoller Atmosphäre von ihren Kindern verabschieden.

Bis zum Morgenkreis haben die Kinder die Möglichkeit, im Gruppenraum zu spielen. In der Freispielzeit können die Kinder selbst entscheiden, was, wo und mit wem sie spielen.

Um ca. 9 Uhr findet unser Morgenkreis mit Liedern und Spielen statt, dem sich das gemeinsame Frühstück anschließt.

Danach haben die Kinder die Möglichkeit, sich erneut im Freispiel zu entfalten.

Neben dem Freispiel werden im Tagesablauf auch gezielte Beschäftigungen und Angebote zur Förderung und Bildung des Kindes mit eingebaut.
Dies beinhaltet ebenso die Ausflüge und die Nutzung des Außenbereiches. Diese verschiedenen Bereiche, wie z. B. Sprachkompetenz, Wissensvermittlung, Experimentierfreude, Bewegungsförderung oder auch Sozialverhalten werden angeregt und vertieft.

Ebenso kann das Außengelände genutzt werden, um die Experimentier- und Bewegungsfreude zu sättigen. 

Um 12.00 Uhr essen wir gemeinsam mit den dafür angemeldeten Kindern zu Mittag.
Die Kinder, die ohne Mittagessen angemeldet werden, werden von einer Erzieherin betreut, bis sie von ihren Eltern abgeholt werden.

Nach dem Mittagessen besteht für die jüngeren Kinder die Möglichkeit eines Mittagsschlafes; die älteren Kinder spielen gemeinsam.

Gegen 15.00 Uhr nehmen wir einen Nachmittagsschnack ein

Um 16:25 Uhr endet die Betreuungszeit für die Ganztagskinder, um 16:30 Uhr für Kinder, die nochmal am Nachmittag
die Kita besuchen.

Gestalten von Übergängen

Wenn ein Kind erstmal in eine sozialpädagogische Einrichtung aufgenommen wird, dann ergibt sich für dieses
eine neue und bisher unbekannte Situation.

Um sich auf die neue Situation positiv einlassen  zu können, brauchen Kinder  Hilfe und Unterstützung durch vertraute Personen.

Mit der Familie in die Kita

Der Übergang von der häuslichen Vertrautheit in eine regelmäßige, außer Haus befindliche Tagesbetreuung stellt für das Kind und die Eltern eine große Aufgabe und Herausforderung zugleich dar. Es befindet sich plötzlich in einer fremden Umgebung, unter fremden Kindern und unter unbekannten Betreuungspersonen.

Es soll fortan für einen bestimmten Zeitraum und für eine fest vereinbarte Zeit außerhalb des Familienbandes betreut und versorgt werden.

Erstmals in seinem noch jungen Leben wird das Kind von seinen Eltern getrennt.

Das Erziehungspersonal steht vor der schwierigen Aufgabe, die Integration des Kindes in die Tagesstätte möglichst
schonend erfolgen zu lassen. Wie wir dies umsetzen, ist im Punkt Intergration detailliert beschrieben.

Übergang von der U3 Gruppe in eine altersgemischte Gruppe

In der Regel wechseln die Kinder unserer U3 Gruppe mit dem dritten Geburtstag in eine der altersgemischten Gruppen unserer Kita oder in eine andere Kindertagesstätte. 

Bei einem kitainternen Wechsel wird der Übergang durch die Kolleginnen untereinander  durch Besuche in der neuen Gruppe vorbereitet und ist so ein fließender Prozess. 

Wechselt das Kind in eine andere Kindertagesstätte, besucht die Gruppenerzieherin im Vorfeld  gemeinsam mit dem Kind die neue Einrichtung und nimmt dort an dem Geschehen der neuen Gruppe mit dem Kind gemeinsam teil.
Hier ergibt sich auch die Möglichkeit zum fachlichen, interkollegialen Austausch innerhalb der Kollegen, falls dies von den Eltern erwünscht und genehmigt wird. 

Nehmen wir ein Kind aus einer  anderen Einrichtung wie z. B. aus der Kinderkrippe Mamifri  auf, wird gemeinsam mit
den abgebenden Kolleginnen die Form des Übergangs und der Eingewöhnung besprochen.
Diese orientiert sich immer an der Einzelsituation und den Inhalten, die beiden Einrichtungen zum Aspekt der Übergänge wichtig sind.

Mit der Kita in die Schule

Für jedes Kind beginnt mit dem Wechsel von der Kindertagesstätte in die Grundschule, Vorklasse oder in eine andere Schulform ein grundlegend neuer Lebensabschnitt.

Damit Kinder sich mit Zuversicht, Neugier und Freude auf diese neue Situation einlassen können, ist es von großer Bedeutung, dass der Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind positiv erlebt wird.

Übergänge sind wichtige Lebensereignisse, die sowohl Chancen und Potentiale, aber auch Risiken, beinhalten.

Kindertagesstätte und  Schule tragen hier, neben den Eltern, eine gemeinsame Verantwortung,  um jedem Kind die Chance auf einen behutsamen und kindgerechten Übergang zu ermöglichen.

Hierzu sind in Zusammenarbeit mit der Schule folgende Projekte fester Bestandteil: 

  • Besuch der zukünftigen Schulkinder in der Schule
  • Elternabend in der Schule
  • Vorlesetag der Grundschüler in der Kita
  • Besuch einer Turnstunde in der Schule durch die Kindergartenkinder
  • Schuleingangsuntersuchung
  • Seh- und Hörtest in der Kita
  • Sprachstandserfassung durch die Schule
  • Gemeinsame Elterngespräche
  • Wenn erforderlich, Austausch über anzufordernde Integrationshelfer/Teilhabeassistenten
  • Tag der Einschulung
  • Informationsaustausch über die Startphase der Kinder nach etwa einem halben Jahr

 

Die Aufsichtspflicht in der Kindertagesstätte

Die Eltern geben ihre Aufsichtspflicht für eine bestimmte, vertraglich geregelte Zeit an die Kindertagesstätte ab.

Die Aufsichtspflicht der Erzieher beginnt mit der Ankunft des Kindes während der Öffnungszeit.
Es reicht jedoch nicht aus, das Kind nur knapp durch die Eingangstür zu schieben oder es gar vom Auto aus in die Kindertagesstätte zu schicken, ohne dass die Erzieherin merkt, dass das Kind den Kindergarten betreten hat.
Das Kind muss der Erzieherin übergeben werden.

Die Aufsichtspflicht der Erzieherin endet beim Abholen, sobald der Abholende das Kind in Empfang genommen hat, oder sie
endet zu dem schriftlich vereinbarten Zeitpunkt, ab dem das Kind den Kindergarten alleine verlassen darf.

Die erste Aufgabe der Erzieherin ist es, das Kind zu erziehen. Sie hat aber auch die Pflicht darauf zu achten, dass dem Kind während es den Kindergarten besucht, kein Schaden zugefügt wird.

Die Aufsichtspflicht ist also von der Erziehungspflicht nicht zu trennen.

Aufsichtspflicht ist jedoch Nebenpflicht zur Erziehungspflicht.
Aufsicht soll die Selbständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein des Kindes fördern und nicht einschränken. Sie muss also ins Verhältnis zur Erziehung zur freien Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit gesetzt werden.

Hierbei gilt:
Das pädagogische Ziel hat Vorrang, wenn ein Mindestbestand an Sicherheit gewahrt wird.

Krankheiten/ Medikamentengabe

Als Gemeinschaftseinrichtung ist eine Kindertagesstätte eine Örtlichkeit, in der sich Krankheitserreger schnell verbreiten können.

Daher ist es zum Schutz aller wichtig, dass  beim Auftreten von  Krankheiten eine gute und zeitnahe Information erfolgt.

Wir bitten Sie daher, uns umgehend zu informieren, wenn Ihr Kind erkrankt ist.

Laut Infektionsschutzgesetz müssen wir bei der Infektion mit den nachfolgend aufgelisteten Krankheiten auf einer Unbedenklichkeitsbescheinigung oder ein eines ärztlichen Attests bestehen, bevor Ihr Kind wieder von uns betreut werden kann.
Ebenfalls sind wir verpflichtet, diese Krankheiten durch Aushang bekanntzugeben.

(u.a. Keuchhusten,  Scharlach,  Windpocken , Masern, Mumps, Röteln, Bindehautentzündung, ggf. Läusebefall )

Ist ein Kind erkrankt,  erfordert  dies stets verantwortungsvolles und umsichtiges Handeln sowie auch den nötigen Zeitraum zur Gesundung.
Wir bitten Sie daher im Interesse Ihres Kindes, aber auch aus Rücksicht auf und zum Schutz der anderen Kinder und des Personals, Ihr Kind erst dann wieder in die Kita zu bringen, wenn es die Krankheit überstanden hat und ansteckungsfrei ist.

In der Kita gilt ein Kind als krank, wenn es Anzeichen einer Infektionskrankheit zeigt, Fieber, Erbrechen oder Durchfall hat, über Schmerzen klagt und dabei weint oder sich offensichtlich nicht wohlfühlt.

Da das kranke Kind möglichst schnell Schutz, Schonraum und elterliche Pflege braucht, werden bei Verdacht auf eine Krankheit, die Eltern umgehend informiert und gebeten, die Kinder abzuholen und es werden ggf., Empfehlungen einen Arzt aufzusuchen, ausgesprochen. Dabei erfolgt der Hinweis auf im Hause schon vorhandene, saisonbedingte Krankheiten.

Das Verabreichen von  Medikamenten durch das Personal ist in der Kita nicht erlaubt. Hier bildet die einzigen Ausnahmen die Ausgabe von Notfallmedikamenten (z. B. Epilepsie , Asthma, etc.)und die Medikation von chronisch kranken Kindern ( z. B.: Diabetes) , jedoch auch nur mit schriftlichem Einverständnis der Erziehungsberechtigten und ggf. eines Arztes.

Umgang mit erhöhtem Entwicklungsrisiko

Wenn das pädagogische Personal aufgrund seiner Beobachtungen Anzeichen eines erhöhten Entwicklungsrisikos feststellt
(z. B. hinsichtlich einer starken Entwicklungsverzögerung oder drohenden oder bestehenden Behinderung), ist es verpflichtet, die Eltern darüber zu informieren und entsprechend zu beraten.

So soll mit den Eltern das weitere Vorgehen abgestimmt und erörtert werden, ob und welche Fachdienste hinzugezogen werden sollen, mit dem Ziel, das Kind innerhalb und außerhalb der Einrichtung entsprechend seinen spezifischen Bedürfnissen zu fördern.

Umgang mit Kindeswohlgefährdung

Kinder haben ein Recht auf Schutz
UN- Kinderrechtskonvention

Im Sozialgesetzbuch VIII §8a (Kinder – und Jugendhilfe) hat der Gesetzgeber den Schutzauftrag
bei Kindeswohlgefährdung definiert.

Auf der Grundlage dieses Gesetzes hat die jeweilige zuständige Behörde der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) mit jedem ihrer Kindergartenträger eine schriftliche „Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII“ abgeschlossen. 

Demzufolge ist das Fachpersonal von Kindertageseinrichtungen und Krippen verpflichtet, Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung und ggf. unter Hinzuziehung einer erfahrenen Fachkraft – Gefährdungsrisiken einzuschätzen, z. B. bei körperlicher und seelischer Vernachlässigung, seelischer und/oder körperlicher Misshandlung oder sexueller Gewalt.

Das Fachpersonal wirkt bei den Personensorgeberechtigten darauf hin, dass Maßnahmen zur Abwehr des Gefährdungsrisikos in Anspruch genommen werden, wie z. B. Gesundheitshilfen, Beratung oder Familienhilfe.
Wenn diese Hilfen nicht in Anspruch genommen werden und/oder eine akute Gefährdung besteht, ist das Personal zu einer sofortigen Benachrichtigung des Jugendamtes bzw. des Allgemeinen Sozialdienstes verpflichtet.

In unserer Einrichtung gibt es  zu dieser Thematik umfassend geschultes Personal.

Rechtlicher Rahmen

Der Rahmen für die Arbeit der Kindertagesstätten ist durch gesetzliche Bestimmungen (Bund und Land) sowie durch politische und vertragliche Vereinbarungen auf kommunalen Ebenen festgelegt. Außerdem bietet die Kleinkinderbewahranstalt Stiftung als Träger der Einrichtungen Strukturen und Angebote, die die Bedingungen für die pädagogische Arbeit bilden.

Gesetzlicher Rahmen auf Bundesebene

Das SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz, KJHG) stellt den gesetzlichen Rahmen der Jugendhilfe dar, der in Teilbereichen durch die Ländergesetzgebung konkretisiert wird. Die Jugendhilfe umfasst Leistungen und andere Aufgaben zugunsten junger Menschen und Familien.

Unter anderem wird im dritten Abschnitt die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege geregelt. Die Aufgabe umfasst die Betreuung, Bildung und Erziehung aller Jungen und Mädchen. Das Leistungsangebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. (SGB VIII, § 22 ff).

Gesetzlicher Rahmen auf Landesebene

Bislang sind im Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder und den dazugehörenden Durchführungsverordnungen, die sich als Mindeststandards verstehen, folgende Bereiche geregelt:

Öffnungszeiten, Gruppengrößen, Personalschlüssel und Qualifikation des Personals sowie die räumlichen Bedingungen.

Auch der Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung wird hier beschrieben.

Für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sind diese im Hessischen HKJGB gebündelt. Zudem wurden die Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung im HKJGB neu geregelt, mit dem Ziel, den Trägern mehr Gestaltungsspielräume und Flexibilität zu gewähren. Das Gesetz ist zum 01.01.2014 in Kraft getreten.

Satzungen der Kleinkinderbewahranstalt -Stiftung

Die jeweils aktuelle Satzung für die Nutzung der Kindertagesstätten, sowie die Gebührenordnung sind auf der Homepage der Stadt Bad Orb (http://www.bad-orb.de/rathaus   unter der Rubrik Satzungen ) einsehbar.

Die gesetzliche Unfallversicherung

Versichert sind grundsätzlich alle Tätigkeiten die sich aus dem Kindergartenbesuch ergeben, z.B. Spielen, Toben, Basteln, und zwar im Gebäude und auf dem Außengelände des Kindergartens. Versichert sind auch externe Veranstaltungen, z.B. Exkursionen, Ausflüge und Spaziergänge.

Werden Aktivitäten vom Kindergarten außerhalb der Öffnungszeit veranstaltet, so sind auch diese versichert. Versichert ist auch der Weg zum Kindergarten unter Berücksichtigung folgender Punkte:

  • Der Weg muss wegen des Kindergartenbesuches angetreten worden sein.
  • Der Weg muss im zeitlichen Zusammenhang zur Öffnungszeit des Kindergartens stehen.
  • Es muss sich um den üblichen Weg zwischen Wohnung und Kindergarten handeln.

Die Kinder sind zudem auch auf den Wegen zwischen Kindergarten und einer externen Veranstaltung versichert.

Der Versicherungsschutz der Kinder auf ihren Wegen, die im Zusammenhang mit dem Besuch des Kindergartens stehen, ist unabhängig davon ob die Kinder zu Fuß gehen, ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen oder von den Eltern oder einer Erzieherin im Auto mitgenommen werden.

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beziehen sich jedoch nur auf einen Personenschaden. Schmerzensgeld ist nicht vorgesehen, ebenso werden Sachschäden grundsätzlich nicht ersetzt.

Beschwerde- und Konfliktmanagement

Das Beschwerdemanagement in den Kindertagesstätten der Kleinkinderbewahranstalt Stiftung beinhaltet den syste­ma­tischen und zielorientierten Umgang mit Beschwerden.

Unter einer Beschwerde verstehen wir dabei die mündliche oder schriftliche Äußerung eines Elternteiles über bestimmte – als änderungsbedürftig angesehene – Gegebenheiten oder Ent­scheidungen innerhalb der Einrichtungen.

Beschwerden enthalten oft positive Ansätze und manchmal ist ein Hinweis sehr hilfreich, etwas zu beleuchten, was uns selbst entgangen ist.

Unser Wunsch und Ziel ist es, die Zufriedenheit innerhalb der Kindertagesstätten aufrecht zu erhalten und zu verbessern.

Um direkt auf eine Beschwerde einzugehen, sollten diese zunächst dort vorgebracht werden, wo sie entstanden ist. Danach soll eine systematische, zeitnahe und nachvollziehbare Bearbeitung sichergestellt werden, deren Weg wie folgt aussehen soll:

Konfliktmanagement
Konfliktmanagement

Vernetzung und Kooperationen

Zusammenkommen ist ein Beginn,

Zusammenbleiben ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten ein Erfolg.

(Henry Ford)

Netzwerkarbeit und Kooperation sind der Blick über den eigenen institutionellen Zaun.

Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Institutionen zusammen. Diese Zusammenarbeit richtet sich einerseits nach den Bedarfen eines jeden Kindes aus, andererseits gibt es Kooperationen auf Einrichtungsebene, die generell zur Sicherung der Qualität in der pädagogischen Arbeit gepflegt werden.

Hier ein kleiner Kanon der momentan gepflegten Kooperationen:

Zusammenarbeit
Zusammenarbeit

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit beginnt bei allen Beteiligten in der Kindertagesstätte.

 

Durch die Art und Weise, wie wir in unserer Kindertagesstätte mit den Menschen umgehen und arbeiten, prägen wir das Bild unserer Einrichtung in der Öffentlichkeit.

 

Eltern und Familienangehörige sind die wichtigsten Multiplikatoren für den Kindergarten. Ihre Eindrücke und Meinungen prägen entscheidend das Bild unserer Einrichtung.

In der Kita finden Eltern an den Gruppeneingängen, sowie an unserer Litfaßsäule und in der Flyerauslage, aktuelle und fortwährende Informationen .

Uns ist es wichtig, Eltern über die pädagogische Arbeit zu informieren und von unserer Arbeit zu überzeugen. ( Elternbriefe, Konzeption)

 

Darüber hinaus sind wir in der  Öffentlichkeit präsent, z. B. bei Spaziergängen, Ausflügen, Festen, beim Einkaufen.

Wir nehmen Fortbildungen wahr und tauschen so  Erfahrungen  im weiteren Kollegenkreis aus.

Wir bauen gute Verbindungen zu unseren Nachbarn und zu Berufsgruppen auf, z. B. Feuerwehr, Polizei, Bücherei, etc.

Der Kontakt zu Fachschulen (Praktikantinnen), Jugend- und Gesundheitsamt sowie anderen anderen Behörden ist  ein wichtiger Faktor für öffentliche Beziehungen.

Über unsere Projekte und Erlebnisse verfassen wir Pressemitteilungen für die örtlichen Zeitungen.

 

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