Eingewöhnung
Der Übergang von der Betreuung in der Familie in die Kita ist ein bedeutungsvoller Schritt und der Ablösungsprozess ist nicht immer leicht von den Beteiligten zu bewältigen.
Eltern kennen ihr Kind am besten.
Deshalb beginnt die Zusammenarbeit zwischen Kita - Mitarbeiterinnen und Eltern bereits vor der Aufnahme des Kindes.
In einem Erstgespräch lernen sich Eltern und die Betreuer/-innen kennen.
Die Eltern erhalten Informationen zur Eingewöhnungsphase, zum Tages- und Wochenablauf der Gruppe und bekommen eine Liste, was ihr Kind in der Kita benötigt.
Für die Mitarbeiterinnen ist es wichtig, etwas über das Kind zu erfahren, z. B.:
- Wie sieht der Tagesrhythmus des Kindes aus?
- Welche Vorlieben/Abneigungen hat es?
- Welche Rituale kennt das Kind, z. B. beim Verabschieden oder vor dem Einschlafen?
- Womit spielt das Kind gerne?
- Gibt es etwas Besonderes zu beachten?
- Wie schätzen die Eltern die Trennungsphase ein?
Alle Kinder profitieren davon, wenn ein Elternteil sie in den ersten Tagen begleitet und so eine Brücke zwischen
der „alten und der neuen Welt“ baut. Die Anwesenheit eines Elternteils gibt dem Kind Sicherheit.
Die Bezugsperson bildet die sichere Basis, von der aus sich das Kind auf seine neue Umgebung und andere Personen einlassen kann.
Bildlich gesprochen soll die Mutter ihr Kind der pädagogischen Fachkraft übergeben und dem Kind vermitteln: Ich habe Vertrauen zu diesem Menschen, in dessen Nähe kannst du unbesorgt sein.
Vertraute Übergangsobjekte wie Kuscheltier oder Schnuffeltuch sind hierbei hilfreiche Begleiter.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder später wesentlich angstfreier mit neuen Situationen umgehen können, wenn die erste Trennungssituation schonend, verständnisvoll und durch eine vertraute Bezugsperson begleitet wird.
Die Eingewöhnung soll individuell gestaltet werden und wird vorab und währenddessen mit den Eltern besprochen.
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind ohne die Anwesenheit der Eltern in der Kindertagesstätte sicher fühlt und sich in Stresssituationen dauerhaft von seinen pädagogischen Fachkräften trösten lässt.