Essenssituation:

Ziel unserer ernährungspädagogischen Arbeit ist es, Kinder zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit Essen und Trinken zu befähigen.

Dazu gehören die Entwicklung eines Wahrnehmungsgefühls für Hunger und Durst, Geschmacks- und Sinnesschulung, Kenntnisse über Hygiene und ein eigenverantwortlicher Umgang mit Lebensmitteln.

Die regelmäßige Einnahme der Mahlzeiten hilft den Kindern, sich im Tagesablauf zu orientieren und zurechtzufinden. Gemeinsam mit den Kindern schaffen wir die Bedingungen für eine positive Essensatmosphäre.

Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass gemeinsames Essen auch eine soziale Rolle spielt. Frühstück, Vespermahlzeit und Getränke werden von den Kindern von zu Hause mitgebracht, so haben Kinder und Eltern die Möglichkeit, besondere Vorlieben und Geschmäcker zu berücksichtigen.

Über die Zusammensetzung dieser Mahlzeiten werden wir mit den Eltern Absprachen treffen.

Wir legen großen Wert darauf, dass die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden.

Durch ein bestimmtes Ritual, z.B. einen Tischspruch oder ein Lied, signalisieren wir den Kindern, dass die Essenszeit beginnt.

Die pädagogischen Fachkräfte nehmen beim Essen eine Vorbildfunktion ein. Ihnen ist bewusst, dass ihr Essverhalten von den Kindern beobachtet wird und dadurch Einfluss auf ihre Essgewohnheiten hat.

Bei uns darf jedes Kind selbst entscheiden, ob, was und wie viel es isst. Hat ein Kind während des Frühstücks oder der Vespermahlzeit noch keinen Hunger, weil es z.B. morgens zu Hause ausgiebig gefrühstückt hat, muss es nicht zur vorgeschriebenen Zeit essen.

Wir vertrauen auf die Fähigkeit der Kinder, zwischen Hunger und Sättigung unterscheiden zu können. Einige Kinder lassen sich viel Zeit, erzählen, genießen ihr Frühstück, andere essen zügig, damit sie wieder weiterspielen können.

Wer fertig mit dem Essen ist, räumt selbstständig seine Sachen ein. Braucht oder wünscht sich ein Kind Hilfe bei dieser Tätigkeit, wird es diese selbstverständlich bekommen. Eventuell anfallende Abfälle werden eingepackt und mit nach Hause genommen.

Wir streben ein gesundes Frühstück an und wollen partizipativ mit den Eltern zusammen entsprechende Regelungen entwickeln.

In Zusammenarbeit mit der Jugendzahnpflege Main-Kinzig-Kreis, die unseren Kindergarten einmal im Jahr besucht, wird versucht den „zuckerfreien Vormittag“ in unsere Gruppe zu integrieren.

Pflegesituation:

Die Pflegesituationen werden achtsam und bewusst gestaltet, da sie ein sehr persönlicher und intimer Moment für das Kind sind.

Alle Pflegesituationen geschehen mit Einwilligung und Kooperation des Kindes. Das Wickeln oder auch das Wechseln der Kleidung führen nur Fachkräfte, die den Kindern vertraut sind, durch.

Alle neuen Mitarbeitenden werden erst nach einer mindestens zweiwöchigen Einarbeitungszeit in die Wickelsituation eingeführt.

Vor Beginn der jeweiligen Pflegesituation treten wir mit dem Kind in Kontakt, bereiten es so auf die Situation vor und gehen auf individuelle Wünsche ein. Möchte ein Kind z.B. nicht mehr im Liegen gewickelt werden, reagieren wir auf diese Situation und wickeln es im Stehen.

Beim Wickeln oder dem Wechseln von Kleidung erfahren die Kinder emotionale Zuwendung, sie werden von uns liebevoll umsorgt und gepflegt. Die Eltern sind dafür zuständig, dass sich immer ausreichend Wechselkleidung und Hygiene-Artikel (z.B. Feuchttücher, Windeln) im Bauwagen befinden. Jedes Kind wird hierfür eine eigene Tasche im Bauwagen bekommen.

Wechselkleidung ist ein wichtiges Utensil, denn z.B. bei regnerischem Wetter haben wir so die Möglichkeit, die Kinder wieder trocken und warm einzupacken, wenn die Kleidung beim Toben durch Pfützen nass geworden ist.

Auch im Prozess des „Sauberwerdens“ kann es zu Zwischenfällen kommen, dann ist es wichtig, dass genügend Wechselkleidung zur Verfügung steht.

Uns ist wichtig, dass die Autonomie beim Wickeln gewährleistet wird, ohne die Kinder zu überfordern. Alle Tätigkeiten, die die Kinder schon selbst verrichten können, dürfen sie auch selbst ausführen. Selbstverständlich kann das Kind auch bestimmen, von welcher pädagogischen Fachkraft es gewickelt werden möchte.

Die Anwendung von Pflegeprodukten (z.B. feuchte Reinigungstücher, Wundschutzcreme) wird mit den Eltern abgesprochen, ansonsten wird nur Wasser zum Reinigen benutzt.

Auf die Hygienebestimmungen wird geachtet, die nähere Beschreibung hierzu findet sich in unserem Hygieneplan.

Auch während der Sauberkeitserziehung achten wir auf die Autonomie des Kindes. Die Kinder bestimmen den Zeitpunkt selbst, wann sie bereit sind, eine Toilette zu benutzen und keine Windel mehr zu tragen. Wir begleiten diesen Entwicklungsschritt sensibel und stimmen uns mit den Eltern ab.

Das Thema „Sauberwerden / -sein“ wird schon in unserem Aufnahmegespräch besprochen, um Druck zu nehmen und ggf. unterstützend zu beraten und unsere Haltung diesbezüglich vorzustellen.

Auch in den Entwicklungsgesprächen werden wir ggf. die individuelle Entwicklung eines jeden einzelnen Kindes auf dem Gebiet der Sauberkeitserziehung zum Thema machen und entwicklungspsychologisches Fachwissen an die Eltern weitergeben. Sollten dennoch Probleme auftreten, könnten Fachvorträge oder auch die Zusammenarbeit mit anderen beratenden Stellen ein gutes Angebot sein, um den Eltern Unterstützung zu bieten und sich mit Fachleuten auszutauschen.

Hygiene, Unfall und Gesundheitsschutz

Wie auch in anderen Kindertageseinrichtungen gibt es in der Waldkindergartengruppe einige Auflagen und Vorschriften durch das zuständige Gesundheitsamt. Diese umfassen hauptsächlich, die Kinder vor Gefahren im Wald zu schützen.

Wichtige Aspekte hierbei sind gründliches Händewaschen, Sauberkeit der Aufenthaltsräume, Aufklärung über giftige Pflanzen, Erkrankungen durch Verletzungen oder Tiere, geeignete Kleidung und Ausrüstung.

Handhygiene:

Die Handreinigung findet nach jedem Toilettengang und vor jedem Verzehr von Lebensmitteln (Frühstück, Mittagssnack) statt. Zum Trocknen der Hände werden täglich frische Stoff- oder Papierhandtücher verwendet.

WC- Wagen:

Der WC- Wagen beinhaltet 2 Kindertoiletten und eine Erwachsenentoilette, sowie 2 Waschbecken innen und einem Wickeltisch. Die Reinigung der kompletten Sanitäranlagen erfolgt täglich nach dem Ende der Betreuungszeit.

Wickeln:

Im WC-Wagen gibt es eine Wickelauflage. Diese wird nach jedem Wickeln mit einem Desinfektionstuch gereinigt. Die Erzieher/-innen tragen zu ihrem Schutz Einmalhandschuhe. Die Einmalhandschuhe und die Windeln werden gesammelt täglich entsorgt.

Toilette / Toilettengang:

Zur Verrichtung der Notdurft steht den Kindern und Erziehern der Toilettenwagen zur Verfügung. Sollte ein Kind bei dem Toilettengang Hilfe benötigen, wird es diese selbstverständlich bekommen.

Außenwaschbecken:

Am WC- Wagen ist ein Außenwaschbecken installiert, das mit einem Wasserkanister betrieben wird. Das Wasser des Kanisters wird täglich frisch aufgefüllt.

Wäsche:

Stoffhandtücher, die wir zur täglichen Handreinigung verwenden, werden in einem Korb gesammelt und am Ende der Woche von einer pädagogischen Fachkraft zum Waschen mit in die Kita genommen. Decken und Tücher werden ebenfalls regelmäßig gewaschen.

Aufenthaltsräume (Bauwagen):

Der Bauwagen wird von dem/den Erzieher/-innen täglich nach Kindergartenschluss ausgekehrt. Fußböden, Ablagen und Tische werden mindestens einmal pro Woche gründlich mit einem Neutralreiniger (biologisch abbaubar) gereinigt