Die Besonderheit der Betreuung der Kinder im Wald ist, dass diese bei guten wie schlechten Wetterverhältnissen im Freien und an der frischen Luft stattfindet.
Die Kinder nehmen dadurch den jahreszeitlichen Rhythmus und die Veränderungen in der Natur direkt und intensiv wahr. Der Aufenthalt in freier Natur stärkt die Lebendigkeit, Lebensfreude und das Immunsystem.
Einer der Schwerpunkte in der Waldpädagogik ist die Bewegung.
Vielfältige Bewegungserfahrungen im Kindesalter sind wichtige Grundlagen für eine gesunde Entwicklung. Da der Bewegungs- und Spielraum wesentlich größer ist als in den Räumlichkeiten eines Hauskindergartens, bietet die Betreuung im Wald eine ideale Voraussetzung dafür, dass Kinder ihren starken und natürlichen Bewegungsdrang voll ausleben können.
Durch das „immer draußen Sein“ wird das Immunsystem erheblich gestärkt. Die Kinder sind widerstandsfähiger, haben keine Angst vor Regenwetter und schaffen es relativ weite Strecken zu wandern.
Die ruhige und ausgeglichene Atmosphäre im Wald hilft auch eventuell vorhandene familiäre Belastungen, eigene Krankheiten oder Behinderungen besser zu verarbeiten. Stress und Aggressionen können durch die freie Bewegung, die geringe Lärmbelastung und den Aufenthalt in der Natur schneller abgebaut werden.