Eltern, die darüber nachdenken, ihr Kind in einem Waldkindergarten anzumelden, stellen sich oftmals die Frage, ob ihr Kind dort auch optimal auf die Schule vorbereitet wird.

Viele Eltern machen sich Sorgen, dass Waldkindergartenkinder in der Grundschule mehr Schwierigkeiten haben als Kinder aus Regeleinrichtungen. Dahinter steht der Gedanke, dass die Anforderungen von Schule (Stillsitzen, Stifte richtig halten, Formen, erste Zahlen und Buchstaben erkennen) im Waldkindergarten nicht ausreichend trainiert werden.

Mittlerweile ist jedoch klar belegt, dass Kinder aus Waldkindergärten mindestens ebenso gut auf die Schule vorbereitet sind wie Kinder aus Regelkindergärten.

Der Waldkindergarten bietet mehr als hinreichend günstige Voraussetzungen und Lernbedingungen für die Förderung und Unterstützung der körperlichen, kognitiven, psychomotorischen, motivationalen und sozialen Entwicklung der Kinder.

Wir sind der Meinung, dass auch das oben beschriebene Zutrauen in die eigenen Kompetenzen (SWE) dazu beiträgt, die Kinder dahin gehend zu befähigen, in der modernen Welt ein glückliches, zufriedenes, verantwortungsbewusstes und erfolgreiches Leben gestalten zu können.

Unsere Waldkindergartengruppe versteht sich als Bildungsinstitution mit eigenem Profil.

Wir setzen unsere Schwerpunkte auf die Förderung der körperlichen und geistigen Basiskompetenzen sowie auf die Kompetenzen im Bereich der emotional-sozialen Entwicklung.

Der Wald als „Lehrraum“ ist unser bester Lehrer und bietet alle für die Schulfähigkeit relevanten Voraussetzungen.

Durch…

  • Matschen
  • Buddeln
  • Klettern
  • Entdecken von Naturfarben und Formen (verschiedenfarbige Blumen, Hölzer, Steine usw.)
  • Zählen von Naturmaterialien (Kastanien, Eicheln, Steine, Baumringe usw.)
  • Zuordnen von Bodentieren nach Anzahl der Beine (z.B. Käfer oder Spinne?)

 stärken wir spielerisch Basis- und Fachkompetenzen.

Im letzten Kindergartenjahr bieten wir ein- bis zweimal wöchentlich Vorschularbeit an (Vorschulprogramm), um Stifthaltung, gelenkte Bewegungsabläufe und Feinmotorik (durch Malen, Basteln, Puzzeln, Ausschneiden usw.) gezielt zu fördern.

Außerdem begeben wir uns mit den Vorschulkindern auf „Wuppis Abenteuer-Reise“. Dieses Übungsprogramm dient zur Förderung der phonologischen Bewusstheit. Das Material fördert ganz spielerisch das genaue Hinhören, sensibilisiert für die Struktur der Sprache und bereitet die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung auf den Schriftspracherwerb vor. Die Geschichten führen zu Lausch- und Reimübungen, zu Silbenspielen sowie Übungen zur Analyse und Synthese von Lauten. Das Textverständnis wird durch den Handlungsrahmen - mit Geschichten von Wuppi - intensiv gefördert. Das alles steigert auch Aufmerksamkeit und Konzentration.

Eltern werden aktiv eingebunden und informiert: Ressourcen sollen gestärkt, Entwicklungsdefizite gemeinsam besprochen und bearbeitet werden.