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Projekte

Das ISEK bildet die Handlungs- und Entscheidungsgrundlage für die Umsetzungsphase des Förderprogramms in den kommenden Jahren. Eine Übersicht über alle Projekte bekommen Sie in der Maßnahmenliste zum ISEK Bad Orb sowie in der interaktiven Karte in der Auswahl der einzelnen Markierungen.

Wichtige Projekte:


01 | Einrichtung eines Leerstands- und Flächenmanagements

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

www.leerstandsmanagement-bad-orb.de

Ausgangslage:

Innerhalb des Untersuchungsgebietes gibt es eine Vielzahl an leerstehenden Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie Leerständen ehemals gewerblich genutzter Erdgeschosse. Die im Untersuchungsgebiet aufzufindenden Gebäudeleerstände und Brachflächen sind ein Indikator für einen Funktionsverlust des innerstädtischen Bereichs auf den Ebenen der Versorgung sowie der sozialen und kulturellen Infrastruktur. Ein vermindertes Waren- und Dienstleistungsangebot führt langfristig zu einem Trading-Down-Effekt, der eine Verödung von Stadtteilen und ehemaligen Versorgungsbereichen zur Folge haben kann.

Zielsetzung:

  • lebendige Innenstadt mit einem vielfältigen Angebot
  • vorhandene Mischnutzung soll im Untersuchungsgebiet erhalten werden.
  • Leerstehende Gebäude und brachliegende Grundstücke kurz- bis mittelfristig einer neuen Nutzung zuzuführen.
  • aktive Vermarktung leerstehender Immobilien

Maßnahmen:

  • örtliche Bestandsaufnahme
  • Aufbereitung der erhobenen Daten auf einer elektronischen Plattform
  • Bereitstellung der nutzungsspezifischen Daten für interessierte Vorhabenträger aus dem privaten und gewerblichen Bereich
  • Einrichtung örtliche Anlaufstelle zur Beratung
  • kontinuierliche aktive Bewerbung für eine Nach- oder Umnutzung geeigneter Liegenschaften

02, 07, 32, 38, 39, 41 | Anreizprogramme

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Zur Wiederbelebung des Zentrums als zentraler Wohn- und Arbeitsstandort sowie als Zentrum für ein gastronomisches, kulturelles und auch touristisches Angebot der Stadt Bad Orb sind daher umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Sanierung der Bausubstanz erforderlich. Es besteht ein hoher Erneuerungsbedarf, um zukunftsfähigen Anpassungen an zeitgemäße Wohnstandards gerecht zu werden.

Maßnahmen sind sowohl erforderlich, um leerstehende Gebäude, Gewerbeeinheiten und Wohnungen durch bauliche Anpassungen für eine Nachnutzung attraktiv zu gestalten als auch zur Attraktivitätssteigerung und Sicherung vorhandenen Nutzungen.

Mit dem Anreizprogramm soll Grundstückseigentümern die Möglichkeit geboten werden, entsprechende bauliche Maßnahmen niederschwellig umzusetzen.


03 | Leuchtturmprojekt 1: Umgestaltung des öffentlichen Marktplatzes für erhöhte Aufenthalts- und Verweilqualität

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 03
Einzelmaßnahme 03

Der Marktplatz stellt den zentralen Platz des vorgeschlagenen Fördergebietes dar. Er befindet sich im nördlichen Teil der historischen Altstadt Bad Orbs. Unmittelbar am Marktplatz sind im Erdgeschoss Einzelhandelsbetriebe und gastronomische Betriebe mit Außenbestuhlung vorhanden, die zu dessen Belebung beitragen. Grundsätzlich verfügt der Marktplatz mit Marktbrunnen und Zunftbaum sowie den historischen Gebäuden über ein hohes Potenzial zur Schaffung von Aufenthaltsqualität. Die ungeordnete Bepflasterung des Platzes sowie die uneinheitliche Bestuhlung der Außengastronomie führt jedoch zu einer unruhigen Wahrnehmung des Marktplatzes. Neben attraktiven Sitzmöglichkeiten fehlt es zusätzlich an Begrünung.

Die Funktion als zentraler Treffpunkt in der Altstadt Bad Orbs wird durch den Marktplatz nur in geringem Maße erfüllt. Die Nutzung des Platzes wird durch den Durchgangsverkehr auf der Hauptstraße und dem vorhandenen ruhenden Verkehr beeinträchtigt. Im Gesamten fehlt es der Platzgestaltung des Marktplatzes an Aufenthalts- und Verweilqualität. Diese soll durch die Umgestaltung und gestalterische Aufwertung des Marktplatzes erhöht werden.

Zielsetzung:

  • Umgestaltung des öffentlichen Platzes für erhöhte Aufenthalts- und Verweilqualität
  • Ausbildung eines barrierefreien Platzes zu Gunsten mobilitätseingeschränkter Bürger
  • Herstellung möglicher Grünstrukturen bzw. Baumpflanzungen zur Verbesserung der
  • kleinklimatischen Verhältnisse durch Entsiegelung, Verschattung und Verdunstung

Maßnahmen:

  • Erarbeitung einer abgestimmten Entwurfsplanung zur Platzgestaltung
  • Errichtung von Möglichkeiten zum Verweilen
  • Schaffung von Flächen für die Außenbewirtschaftung
  • Neuordnung der Verkehrsflächen für den fließenden und ruhenden Verkehr

3D-Visualisierung Marktplatz

Auf Wunsch von Bürgern und Politik wurde zur Neugestaltung des Marktplatzes eine 3D-Visualisierung erstellt. 3D-Visualisierung bezeichnet die Konvertierung von technischen Zeichnungen und zweidimensionalen Daten zu dreidimensionalen virtuellen Modellen oder Räumen. Sie können die einzelnen Standorte anklicken und einen Rundumblick nehmen. Klicken Sie auf die Grafik um zur Visualisierung zu gelangen:

06.09.2023 

04 | Leuchtturmprojekt 4: Neugestaltung des Salinenplatzes

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde Umgesetzt

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 04
Einzelmaßnahme 04

Dem 1956 erbauten Salinenplatz kommt aufgrund seiner Lage zwischen Altstadt und Kurpark eine besondere Bedeutung zu. So bildet er den städtebaulichen Übergangsbereich und das verbindende stadträumliche Element zwischen der Altstadt und dem Kurviertel mit dem Kurpark. Der Salinenplatz verbindet damit die Freiraumstrukturen des Kurparks als wichtiger Aufenthalts- und Erholungsbereich mit den dicht bebauten Lagen der Altstadt. Am Salinenplatz war früher der Eingangsbereich zur ehemaligen Saline Bad Orb. Das „Neue Tor“ wurde 1768/69 als direkter Zugang von der Stadt zum Salinengelände in die südliche Stadtmauer am Ende der heutigen Hauptstraße gebaut. Das um 1770 erbaute, ehemalige Rathaus wurde ursprünglich als Verwaltungsgebäude der Saline Orb genutzt und dient heute als Touristeninformation. Der Salinenplatz wird als zentraler Veranstaltungsort für Oster- und Weihnachtsmarkt, Antikmarkt und Kirmes genutzt. Er weist im Bestand jedoch gravierende gestalterische und funktionale Mängel auf, weshalb der Platz derzeit nur eine eingeschränkte Aufenthaltsqualität besitzt. Der Platz ist großflächig versiegelt. Der Gewässerverlauf der Orb, der sich als natürliches Bindeglied versteht, ist in seiner stadträumlichen Wirkung im Bereich des Salinenplatzes, auch aufgrund seiner unterirdischen Lage, kaum wahrnehmbar.

Zielsetzung:

  • Schaffung eines Verweilortes mit Aufenthaltsqualität
  • Aufwertung des Gewässerverlaufs der Orb und der innerörtlichen Grünflächen
  • Herstellung eines funktionalen Verbindungsgliedes zwischen der Altstadt Bad Orbs und dem Kurpark
  • Neuordnung der Flächen
  • Entsiegelung des Platzes mit teilweiser Freilegung des Gewässerverlaufs der Orb
  • Barrierefreie Gestaltung durch gehfreundlichen Bodenbelag
  • Einfriedung durch Bepflanzung mit Bäumen und durch festeingebaute Sitzbänke

Maßnahmen:

  • Erarbeitung einer abgestimmten Planung zur Platzgestaltung
  • Genehmigungsplanung
  • Ausführungsplanung
  • Ausschreibung und Vergabe
  • Umsetzung der Planung

05 | Renaturierung und weitere Freilegung der Orb als innerstädtische Gewässerfläche

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2026 - 2027

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 05
Einzelmaßnahme 05

Das vorgesehene Fördergebiet durchläuft der teilweise offengelegte Gewässerverlauf der Orb.

Dieser bietet als identitätsstiftendes und prägendes Element Potenzial zur weiteren Freilegung und Renaturierung. Der Gewässerverlauf der Orb stellt die naturräumliche Verbindung zwischen der Altstadt und dem Kurpark dar. Die Orb ist zwar in der Straße Quellenring partiell freigelegt, in weiten Teilen des Untersuchungsgebietes verläuft sie jedoch unterirdisch. Allerdings ist in den freigelegten Bereichen jedoch weder die Zugänglichkeit zum Wasser als auch ein stadtgestalterisch angemessener Einbezug des Gewässers in den Straßenraum und das Stadtbild nicht vorhanden.

Durch eine Renaturierung und weitere Freilegung der Orb kann der überwiegend verkehrlich geprägte, öffentliche Raum im Altstadtbereich eine natürliche Aufwertung erfahren. Zudem können durch die weitere Freilegung und Schaffung von Zugängen zum Gewässer Spiel- und Verweilzonen im innerörtlichen Bereich geschaffen werden und eine Verbesserung der kleinklimatischen Verhältnisse erfolgen.

Zielsetzung:

  • Städtebauliche Einbindung und Renaturierung der Orb als blaue Infrastruktur für bessere Aufenthaltsqualität
  • Schaffung von Spiel- und Verweilzonen durch die Zugänglichkeit zum Wasser
  • Herstellung einer natürlichen Verbindung zwischen der Altstadt und dem Kurpark

Maßnahmen:

  • Freilegung der Orb in geeigneten Bereichen
  • Herstellung von Zugänglichkeiten zum Gewässerverlauf der Orb
  • Durchführung von Maßnahmen zur gestalterischen Einbindung der Orb in das Stadtbild

06 | Einrichtung kontinuierlicher Beratungsstellen zur energetischen Gebäudesanierung

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Eine Vielzahl der Gebäude innerhalb des vorgeschlagenen Fördergebietes weist Defizite hinsichtlich des energetischen Gebäudezustands auf.

Zur Anpassung an zeitgerechte Wohn- und Arbeitsbedingungen gilt es, diese Defizite zu beseitigen. Um den Eigentümern die notwendige Hilfe und Unterstützung bei der Wahl der richtigen Maßnahmen und Umsetzungen an die Hand zu geben, gilt es im Gebiet eine Beratungsstelle vorzuhalten, welche diese Aufgaben im Sinne der Stadt sowie in Bezug auf weitere potenzielle Förderstellen übernimmt.

Die Beratungsstelle ist mit Fachleuten zu besetzen, die sich sowohl mit energetischer Sanierung als auch mit den potenziellen Möglichkeiten und Verfahren auskennen. Eine fachlich fundierte Beratung ist für die mitwirkungsbereiten Eigentümer eine gute Hilfestellung zur Erreichung der gesetzten Ziele.

Zur einfachen Weitergabe erster Informationen soll eine Kurzbroschüre erstellt werden. Alle weiteren Anfragen sind durch die Einrichtung abzudecken.

In den dargelegten Kosten sind regelmäßige Beratungsleistungen sowie eine Infobroschüre enthalten.

08 | Ökologische Baufibel

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde Umgesetzt

Für die privaten Eigentümer der Immobilien gibt es in der Stadt Bad Orb bislang keinen Leitfaden, welcher Empfehlungen und Planungshilfen zum Thema ökologisches Bauen an die Hand gibt.

Daher gilt es für Sanierungs- und Neubaumaßnahmen den Eigentümern einen Handlungsleitfaden zur Verfügung zu stellen, in dem Empfehlungen und Planungshilfen für eine ökologische und klimaorientierte Bauweise aufgezeigt werden.

Die in der ökologischen Baufibel behandelten Themen sollen daher von planungsrelevanten Belangen wie Gebäudetypen über die Verwendung von Baustoffen und effizienter Haustechnik, die Gestaltung von Außenanlagen bis hin zum Aufzeigen von Fördermöglichkeiten inklusive zusätzlicher Optionen im Stadtumbaugebiet reichen.

09 | Urban Gardening: Erstellung eines Konzeptes zur Flächenprüfung und Umsetzbarkeit

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Der Begriff Urban Gardening, beschreibt die Nutzung von städtischen Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld. Diese sind meist kleinräumig für die gärtnerische Nutzung verwendet. Im Vordergrund dieser Nutzung steht die Rückbesinnung auf alte Werte des „Selbstherstellens“ sowie der pädagogische Effekt für Familien mit Kindern.

Aufgrund des urbanen Bevölkerungswachstums in Verbindung mit dem Rückgang der Agrarflächen gewinnt dieser Trend stark an Zuwachs. In einigen Städten wie Frankfurt am Main, Regensburg, Berlin sowie vielen weiteren Städten existieren bereits unterschiedlichste Projekte. Diese reichen von Nutzung der Dachgärten von Hochhäusern, über Hochbeete auf öffentlichen Plätzen bis zu Pflanzungen von Gemüse in öffentlichen Anlagen und Parkflächen.

Für Bad Orb soll im Rahmen der Aktiven Kernbereiche in Hessen ein Konzept für die Umsetzung des Urban Gardening entwickelt werden. Hierbei sind potenzielle Flächen und Konzeptideen für die Stadt zu prüfen sowie geeignete Initiatoren und Betreuer für das Projekt zu finden.

10 | Leuchtturmprojekt 6: Vernetzung und Aufwertung der Grün- und Freiflächen im Bereich "Am

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 10
Einzelmaßnahme 10

Zentrale Grün- und Freiflächen befinden sich im Osten des vorgesehenen Fördergebietes zwischen der historischen Stadtmauer und der Würzburger Straße im Bereich des ehemaligen Stadtgrabens. Die außerhalb der Stadtmauer gelegenen Grünflächen stellen wichtige, wohnortnahe Freiflächen dar. Im Gesamten mangelt es in diesem Bereich allerdings an einer angemessenen Freiraumgestaltung. Die Grünflächen äußern sich in strukturarmer Gestaltung mit fehlenden Bepflanzungen und Grünordnungsmaßnahmen. Durch die Aufwertung der Grünflächen sollen attraktive Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Hierdurch sollen Flächen zum Verweilen und Erholen für die Bevölkerung und die Besucher der Kurstadt entstehen.

Zielsetzung:

  • Aufwertung und Gestaltung der Grün- und Freiflächen für erhöhte Aufenthalts- und Verweilqualität
  • Integration des Gewässerverlaufs der Orb in die Grünanlage und die Freiraumgestaltung
  • Schaffung von Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten innerhalb der Grünflächen
  • Schaffung von wohnortnahen Erholungsflächen außerhalb der Stadtmauer

Maßnahmen:

  • Schaffung von attraktiven Aufenthaltsbereichen
  • Herstellung eines Bouleplatzes
  • Errichtung von Spielelementen beispielsweise in Form von Wasserspielen
  • Herstellung von Zugänglichkeiten zum Gewässerverlauf der Orb
  • Erarbeitung einer abgestimmten Entwurfsplanung zur Freiraumgestaltung

11 | Zugang zum Wasser (Orb) für Kinder gestalten

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 11
Umriss Einzelmaßnahme

Die Parkanlage hinter dem Alten Rathaus, angrenzend an den Salinenplatz, ist eine wichtige Grünfläche im Fördergebiet. Durch die Nutzungsangebote wie einer Skaterbahn und einem Kinderspielplatz dient die Grünfläche der Naherholung der im Gebiet lebenden Bevölkerung. Die Orb verläuft auf dem Areal teilweise unterirdisch, in zwei kleineren Teilbereichen ist der Gewässerverlauf auch freigelegt. Die Zugänglichkeit zum Wasser ist jedoch ebenso wie ein stadtgestalterisch angemessener Einbezug des Gewässers in den Straßenraum und das Stadtbild nicht vorhanden. Das Element Wasser als Teil des gemeindlichen Facettenreichtums spielt an dieser Stelle keine nennenswerte Rolle.

Das Areal der bestehenden Grünanlage hinter dem Alten Rathaus besitzt daher zusätzlich zu den bestehenden Freizeitanlagen mit dem Element Wasser ein weiteres Potenzial, welches aktuell nicht in vollem Ausmaß genutzt wird.

Zielsetzung:

Zur Aufwertung und Stärkung der Aufenthaltsqualität im Bereich der Grünfläche hinter dem Alten Rathaus soll eine weitere Freizeitmöglichkeit in Form eines Wasserspielplatzes installiert werden, welcher in Ufernähe zu realisieren ist. Neben der Erweiterung und Verbesserung des Spielangebotes für Kinder wird so ein Erfahrungsfeld „Wasser“ für Jung und Alt geschaffen. Kindern wird die Möglichkeit geboten, spielerisch verschiedene physikalische Grundprinzipien kennenzulernen und zu erleben. Um eine möglichst breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen, soll im Vorfeld der Planung ein Workshop mit noch einem näher zu definierendem Personenkreis durchgeführt werden. Die Resultate sollen dann im weiteren Prozess beachtet werden.

Maßnahmen:

  • Bürgerbeteiligung
  • Konkretisierungsplanung
  • Ausstattung mit Spielmobiliar (Sitzgelegenheiten, Spielgeräte etc.).

Bei der Realisierung ist die Einzelmaßnahme (5) Renaturierung und weitere Freilegung der Orb als innerstädtische Gewässerfläche“ zu beachten.

12 | Historische Stadtmauern: Schutz von Biodiversitätsinseln

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2025 - 2026

Alte Steinmauern nehmen im historischen Stadtbild von Bad Orb eine prägende Rolle ein.
Aufgrund ihrer teilweise über Jahrhunderte gereiften Standortbedingungen gehören sie zu den wertvollsten Biotopen des Stadtgebiets. An diesen Sonderstandorten leben Tier- und Pflanzenarten, die andernorts nur an natürlichen Felsstandorten existieren oder in der Kulturlandschaft größtenteils schon verschwunden sind. Verschiedene Farnarten, Moose, Flechten und viele Insektenarten sind auf diese Standorte angewiesen, aber auch Schnecken, Vögel, Reptilien und höhere Pflanzen.

Erst nach über 100 Jahren entwickelt sich an alten Steinmauern eine optimale Mauerfugen-Vegetation, weshalb eine konzeptlose Sanierung massiven Schaden für die innerstädtische Biodiversität bedeuten würde. Daher soll mit Hilfe eines qualifizierten Mauerkatasters ein Konzept zum nachhaltigen Schutz der wertvollsten Biotope des Stadtgebiets erstellt werden. Das Ziel ist außerdem diese Biodiversitätsinseln in den Betrachtungsfokus der Bevölkerung zu bringen.

13 | Aufwertung und Sanierung der Quellenstandorte

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2025 - 2026

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 13
Umriss Fördergebiet Lebendige Zentren

Bad Orb verfügt über 3 Heilquellen: die Philippsquelle, die Ludwigsquelle und die Martinusquelle.
Während die Sole früher der Salzgewinnung diente, hat sie sich heute als natürliches Heilmittel bewährt und kommt in den Gesundheitszentren zur Anwendung. Das Heilwasser der Phillippsquelle wird aus einer Tiefe von über 70 Metern, das der Ludwigsquelle aus 58 Metern gefördert, zusammen in einen Hochbehälter gepumpt und fließt von dort zu den eigentlichen Entnahmestellen. Die Mischung aus Ludwigsquelle und Phillippsquelle wird auch zur Trinkkur eingesetzt, öffentlich zugängliche Trinkbrunnen befinden sich im Fördergebiet an der Stadtmauer, weitere in der Konzerthalle, am Gradierwerk und in der alten Lesehalle. Zum Schutz der Sole werden die Brunnentempel symbolisch mit Süßwasser im Umwälzverfahren gespeist und nicht mit dem echten Quellwasser. Es handelt sich daher um kein Trinkwasser.

Die Brunnenanlagen der Ludwigsquelle und der Phillippsquelle gehören zusammen mit den Brunnen auf den jeweiligen Stadtplätzen auch zu den insgesamt neun Brunnen im Fördergebiet und sind dadurch ein wesentliches stadtgestalterisches Element.

Die technischen Anlagen der beiden Quellenstandorte Philippsquelle und Ludwigsquelle innerhalb des Fördergebietes sind in einem baulich schlechten Zustand und müssen dringend saniert werden. Die Quellenstandorte gehören prinzipiell zur Geschichte von Bad Orb und sind daher prägend und erhaltenswert für die Stadt

Zielsetzung:
Die technischen Anlagen der beiden Quellenstandorte Philippsquelle und Ludwigsquelle innerhalb des Fördergebietes müssen dringend saniert werden. Auf der Grundlage einer monetären Bewertung ist dabei zu diskutieren, ob beide Quellenstandorte oder nur ein Quellenstandort erhalten werden sollen. Beide Brunnentempel sollen jedoch erhalten werden.

Maßnahmen:

  • Untersuchung der Quellenstandorte mit detaillierter Schadensermittlung
  • Erstellung eines Sanierungskonzeptes incl. Kostenschätzung
  • Sanierung der Brunnenanlage

14 | Leuchtturmprojekt 2: Umgestaltung der Hauptstraße und des Solplatzes als zentraler Einkaufs- und

Projektstatus:

ampel-gelb

geplante Maßnahme für 2024 - 2026

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 14
Einzelmaßnahme 14

Der Straßenraum der Hauptstraße stellt die zentrale Verkehrsachse durch die Altstadt Bad Orbs von der Kreuzung Frankfurter Straße / Würzburger Straße (Platz am Untertor) bis zur Straße Burgring dar. Sie verbindet den Bahnhofsplatz im Norden über den Marktplatz mit dem Salinenplatz im Süden des Fördergebiets.
Hierbei handelt es sich um den zentralen Einkaufs- und Versorgungsbereich der Altstadt. Die Verbindungsachse der Hauptstraße ist rein verkehrlich und durch ein hohes Verkehrsaufkommen geprägt, was zu einer starken Funktionseinschränkung des innerörtlichen Versorgungsbereichs führt. Die Gehwegflächen werden vielfach als Aufstellflächen der ansässigen Einzelhandelsbetriebe genutzt. Die Hauptstraße sowie der etwa in der Mitte der Hauptstraße befindliche Solplatz weisen keinerlei Aufenthaltsqualitäten auf. Der historisch bedingt enge Straßenraum führt zu stark eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer ebenso wie für mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmer. Zudem befinden sich die Verkehrsflächen zu großen Teilen in einem erneuerungsbedürftigen Zustand. Insgesamt weist die Hauptstraße starke Mängel hinsichtlich der verkehrlichen Funktionalität für alle Benutzergruppe auf (Kfz, Fußgänger, Radfahrer).
Der Solplatz befindet sich im zentralen Altstadtbereich. Hier erfolgte früher die Salzgewinnung aus Solquellen, der Gradierstein erinnert an die frühere Salzgewinnung. Heute ist der Gradierstein Teil der Gedenkstätte für die im Holocaust ermordeten Bad Orber Juden. Bis 1938 befand sich am Solplatz eine Synagoge. Ein wichtiges Gestaltungselement des Solplatzes ist darüber hinaus der Heilbad-Jubiläumsbrunnen.
Auf dem Solplatz fehlt es an Begrünung und attraktiven Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen. Wie im Bereich des Marktplatzes wird auch der Solplatz durch das Verkehrsaufkommen entlang der Hauptstraße und der Kanalstraße sowie den ruhenden Verkehr geprägt. Hierdurch eignet sich der Solplatz im jetzigen Zustand ebenfalls nicht als Platz der Begegnung und Kommunikation

Zielsetzung:

  • Neuordnung und Umgestaltung des Straßenraums der Hauptstraße und des Solplatzes zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Stärkung des zentralen Einkaufsbereichs
  • Ausgestaltung der Verkehrsflächen für Fußgänger und Radfahrer
  • Verbesserung der bestehenden Parksituation
  • Ausbildung barrierefreier Verkehrsräume zu Gunsten mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmer
  • Erhöhung des Grünflächenanteils entlang der öffentlichen Verkehrsfläche zur Verbesserung des Mikroklimas

Maßnahmen:

  • Neuordnung der Verkehrsflächen für den fließenden und ruhenden Verkehr sowie für den motorisierten und nicht motorisierten Individualverkehr
  • Schaffung von Warenpräsentationsflächen vor den Ladengeschäften
  • Sanierung von Straßen und Gehwegen
  • Herstellung von barrierefreien Verkehrsräumen
  • Herstellung möglicher Grünstrukturen bzw. Baumpflanzungen entlang der öffentlichen Verkehrsfläche
  • Vorbereitende Maßnahmen für die Nutzung von Fernwärme (Rohrverlegung) im Zuge der Straßenausbaumaßnahmen

15 | Nachnutzung des Gebäudes des ehemaligen Kaufhauses Langer

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 15
Einzelmaßnahme 15

Die Fläche des Kaufhauses „Langer“ befindet sich im Süden der Altstadt Bad Orbs an der Kreuzung der Hauptstraße und des Salinenplatzes. Durch die direkte Anbindung an die Hauptverkehrsstraße Burgring besitzt die Fläche eine verkehrsgünstige Lage.
Im Bereich der Altstadt ist ein fortschreitender Leerstand der Wohn- und Geschäftsgebäude zu verzeichnen. Gleichzeitig ist das Angebot an barrierefreiem Wohnraum aufgrund der vorhandenen Bausubstanz fast nicht vorhanden, während zudem Möglichkeiten alternativer Wohnformen fehlen. Das Kaufhaus „Langer“ hat zum 30. April 2018 den Warenhausbetrieb eingestellt, das Anwesen steht seit diesem Zeitpunkt leer. Grund hierfür war die nachlassende Kundenfrequenz sowie die steigende Konkurrenz insbesondere durch den Online-Handel.
Das Gebäude des Kaufhauses „Langer“ bietet sich daher künftig dafür an, die leerstehenden Ladenflächen zu Wohnzwecken umzunutzen. Hierdurch können innerstädtische und alternative Wohnformen insbesondere für junge Familien und Senioren in Form von Generationenwohnen geschaffen werden.

Zielsetzung:

  • Verminderung des Leerstands in Wohn- und Geschäftsgebäuden
  • Neuordnung der Fläche zur Herstellung alternativer Wohnformen (altengerechter und generationsübergreifender Wohnraum), ggf. in Verbindung mit ergänzenden Nutzungen
  • Schaffung bezahlbaren Wohnraums auch zur Entlastung des Ballungsraums Frankfurt/ Rhein-Main

Maßnahmen:

  • Erwerb des Gebäudes durch die Stadt Bad Orb
  • Erarbeitung eines Konzeptes / Entwurfsplanung zur Umnutzung der ehemaligen Ladenfläche zur Wohnnutzung und ggf. ergänzenden Nutzungen
  • Rückbau oder Sanierung des bestehenden Gebäudes

16 | Einrichtung eines Citymanagements

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:
Das Einrichten eines professionellen Citymanagements wurde als eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen des Stadtleitbildes und des ISEKs „Kernbereich Bad Orb“ erarbeitet. Das Citymanagement soll in erster Linie neue Impulse für die Bad Orber Innenstadt entwickeln und dadurch eine nachhaltige Stärkung und Attraktivitätssteigerung des Handelsstandortes bewirken Es soll sich den Belangen der innerstädtischen Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümer widmen, indem es bei konkreten Fragen berät und unterstützt. Dies umfasst unterschiedliche Themenbereiche wie z.B. Flächenmanagement, Marketing oder Digitalisierung, aber auch Image und Profilierung bis hin zur Zufriedenheit der innerstädtischen Kunden. Das Citymanagement soll aktivieren, motivieren und koordinieren.
Eine weitere Aufgabe des Stadtmarketings ist das Einrichten und Verwalten eines Verfügungsfonds, der sich aus Mitteln der Städtebauförderung sowie von Wirtschaft, Immobilien- und Standortgemeinschaften, Privaten und / oder zusätzlichen Mitteln der Kommune speist sowie das gemeinschaftliche Umsetzen von entsprechenden Maßnahmen.

Zielsetzung:

  • eine engere Zusammenarbeit des lokalen Handels, der Gastronomie und der Hotellerie zu erreichen
  • das Angebot für junge Menschen erhöhen
  • den Leerstand zu managen
  • verstärkte Zusammenarbeit von Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümern mit der öffentlichen Hand zu fördern
  • das privatwirtschaftliche Engagement zu aktivieren und die Akteure zu vernetzen
  • Kontakt zu halten zu überregionalen Netzwerken
  • Aufbau und Betreibung ein aktives Geschäftsflächenmanagements
  • Gemeinschaftsaktionen mit örtlichen Akteuren zu initiieren und umzusetzen (Verfügungsfonds)

Maßnahmen:

  • Einrichtung eines City-Management-Büros
  • Initiierung eines Verfügungsfonds

17 | Einzelhandelskonzept

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde umgesetzt

Der Einzelhandel in Bad Orb ist derzeit dem allgemeinen strukturellen Wandel ausgesetzt. Ein gesamtstädtisches Einzelhandelskonzept ist nicht vorhanden. Derzeit sichern zwei Supermärkte sowie Metzgereien und Bäckereien innerhalb des Fördergebietes die Versorgung mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Durch die Nutzungsaufgabe des einzigen Kaufhauses in Bad Orb im Jahr 2018, erfolgte jedoch der Verlust eines wichtigen Frequenzbringers und eine erhebliche Reduzierung des Einzelhandelssortiments in der Altstadt. Zunehmend werden Läden mit einem höherwertigen Einzelhandelssortiment aufgegeben und durch monostrukturelle Billiganbieter ersetzt. Im Untersuchungsgebiet ist daher nur ein begrenztes und unvollständiges Warensortiment vorhanden.

Durch weiteren Rückgang der Vielfalt der Einzelhandelssortimente und durch den zunehmenden Leerstand von Ladenlokalen, wie z.B. in der Kanalstraße, verstärkt sich der Trading-Down-Effekt im Altstadtbereich. Die negative Einzelhandelsentwicklung in der Altstadt führt zu einer Verödung des zentralen Stadtbereiches mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesamtstadt.

Der Einzelhandel ist jedoch von grundlegender Bedeutung für das Leben in Bad Orb. Um seine Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und zu steuern, soll daher ein Einzelhandelskonzept zur Reaktivierung und Sicherung eines vielfältigen Einzelhandels- und Dienstleistungsangebotes für die Bewohner, Kurgäste und Touristen aufgestellt werden.

Mit Hilfe des Einzelhandelskonzeptes soll sowohl eine Entscheidungsgrundlage für ggf. aktuell anstehende Vorhaben wie auch für die zukünftige Steuerung und Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt Bad Orb geschaffen werden. Ebenso soll das Einzelhandelskonzept als wichtige Abwägungsgrundlage für aktuelle und zukünftige bauleitplanerische Maßnahmen in der Stadt dienen.

18 | Schaffung einer Kleinkunstbühne (Kulturbahnhof/ Kulturscheune) unter Einbeziehung des Bahnhofs

Projektstauts:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2028 - 2029

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 18
Einzelmaßnahme 18

Der Ausbau von Kultur- und Kunststätten wurde im Stadtleitbildprozess von der AG Freizeit, Sport, Bildung, Kultur, Integration, Prävention und Bürgerschaftliches Engagement als Schlüsselprojekt definiert. Mit der Konzerthalle, dem Gartensaal und dem Haus des Gastes sind zwar zahlreiche Veranstaltungsorte vorhanden, für kleinere Kulturveranstaltungen zwischen 50 bis 100 Personen gibt es jedoch keine geeigneten Räume, insbesondere keine, die auch bewirtschaftet werden können. Als geeigneter Ort für die Schaffung einer Kleinkunstbühne wurde die Bahnhofshalle des Bad Orber Bahnhofs vorgeschlagen.

Der denkmalgeschützte, ehemalige Bad Orber Bahnhof wird seit 2007 als Restaurant genutzt. Der große Saal (Empfangshalle) ist in seinem ursprünglichen Zustand belassen worden und verfügt über ein sehr ansprechendes Ambiente. Er charakterisiert sich heute noch durch im Originalzustand erhaltene Fenster und Klappläden und ist mit großflächigen und farbenprächtigen Wandgemälden des Karlsruher Malers Hans Brasch ausgestattet. Sie stellen die Jahreszeiten und die typischen Berufe der Orber Bürger symbolisch dar.

Die Bahnhofshalle wird derzeit vom Betreiber des Bahnhofsrestaurants für größere Feierlichkeiten wie z.B. Hochzeiten und Geburtstagsfeiern genutzt. Sie hat eine Grundfläche von 139 m² und ein Raumvolumen von 990 m³.

Zielsetzung:

Die Empfangshalle des ehemaligen Bad Orber Bahnhofs soll in Zukunft als „Kulturbahnhof“ genutzt und damit eine Kleinkunstbühne geschaffen werden. Neben klassischen Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerten und Musikveranstaltungen, sollen auch Veranstaltungen im Zusammenhang mit anderen Events wie z.B. dem Weihnachtsmarkt oder dem Kirschblütenfest im Park möglich sein.

Bei der Umgestaltung sind die geplanten Maßnahmen mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen und deren Auflagen und Anforderungen zu beachten.

Maßnahmen:

Die Empfangshalle soll als Veranstaltungsraum umgestaltet werden. Um eine maximale Flexibilität für unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten zu gewährleisten, wird eine bewegliche Bühne aus mobilen Bühnenelementen vorgesehen. Neben der Erweiterung der Heizungs- und der elektrischen Anlage incl. Installation einer energiesparenden Beleuchtung, sind insbesondere bauliche Maßnahmen zur Ertüchtigung des Brandschutzes, zur Schaffung von Rettungswegen, zur Schalldämmung und zur Verbesserung der Raumakustik erforderlich.
Daneben sind vorhandene Räume für Künstlergarderoben sowie Technik- und Abstellräume zur Lagerung von Tischen, Stühlen und Bühnenteilen umzubauen.
Für den Veranstaltungsraum ist eine Möblierung (120 Stühle / 25 Tische) anzuschaffen. (Kosten nicht förderfähig).

19 | Ausbau des Freilichttheaters im Holzhof

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2024

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 19
Einzelmaßnahme 19

Die sogenannte Oberbühne im Holzhof (Parkplatz am Obertor Bad Orb) ist angebaut an das „Bachmannhaus“ (Ausstellungshaus am Obertor). Die Bad Orber Theatergruppe nutzt bei ihren Aufführungen (Freilichttheater) diese Oberbühne, baut als Ergänzung eine Unterbühne an und gebraucht die Räume des Ausstellungshauses, mit Zugängen von der Oberbühne, bei den Veranstaltungen als Aufenthaltsräume der Schauspieler. Diese Nutzungen sind vertraglich mit dem Betreiber des Ausstellungshauses verfügt.

Neben der Nutzung zum Aufenthalt in den Räumen des Ausstellungshauses, wurden zwei Fenster als eigenständige Zugänge auf die Bühne umgebaut, die entsprechenden Türen fehlen jedoch noch. Für die Bühne selbst wurden bereits Bühnenelemente angekauft und die Bühne wurde erneuert.

Zukünftig ist auch eine Nutzung der bisherigen Unterbühne als Zuschauerbühne geplant.
Für das Freilichttheater im Holzhof besteht daher weiterer Ausbaubedarf insbesondere im Hinblick auf eine Verbesserung der Zuschauerplätze durch eine permanente Überdachung der Besuchertribüne. Bislang erfolgt der Schutz des Zuschauerbereichs vor Regen durch die Anmietung eines Zeltes.

Zielsetzung:

Ausbau des Freilichttheaters im Holzhof durch eine dauerhafte stationäre Zuschauerüberdachung, deren Dach flexibel bei Bedarf den Zuschauerbereich überdacht.

Maßnahmen:

  • Bauliche Maßnahmen zur Verbindung der Bühnen mit dem Bachmannhaus
  • Errichtung eines mobilen Regendaches für die Oberbühne
  • Regenschutz für den Zuschauerbereich der Unterbühne

20 | Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit Skulpturengarten

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2027 - 2029

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 20
Einzelmaßnahme 20

Der Bahnhofsplatz befindet sich im Norden des Untersuchungsgebiets und schließt unmittelbar an das Bahnhofsgebäude an. Neben der befestigten Fläche des Bahnhofsplatzes erstreckt sich vor dem Bahnhofsgebäude eine kleine Parkanlage. Der Platz im Bestand besitzt jedoch keine Aufenthaltsqualität. Die Sitzmöglichkeiten sind zwischen Parkierungsflächen für PKWs angeordnet, wodurch ein Verweilen unattraktiv erscheint. Auch innerhalb der Parkanlage an sich fehlt es trotz Grünfläche mit Brunnen und Kirschbäumen an Aufenthaltsqualität, attraktiven Sitzmöglichkeiten und Wegegestaltungen.
Der Bahnhofsvorplatz bildet zusammen mit dem Untertorplatz den nördlichen Abschluß der Hauptachse durch die Innenstadt, die über die Fußgängerzone der Hauptstraße die vier wichtigen Stadtplätze Bahnhofsplatz, Marktplatz, Solplatz und Salinenplatz miteinander verbindet und in Verlängerung in den Kurpark führt. Das gesamte Bahnhofsgelände steht inklusive der Grünanlage unter Denkmalschutz.

Zielsetzung:

Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Freifläche und Einrichtung eines Skulpturengartens im Bereich der Grünanlage (Vorschlag: Benennung „Hans-Prasch-Anlage“ nach dem verstorbenen Bildhauer, Ehrenbürger und Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises Hans Prasch). Um die nachhaltige Attraktivität der Anlage zu gewährleisten, soll alle zwei Jahre ein Wechsel der Exponate erfolgen. Zur Belebung der Grünfläche ist darüber hinaus eine Nutzung für Kleinveranstaltungen, wie z.B. Kirschblütenfest, in Verbindung mit dem Kulturbahnhof sowie zum erweiterten Weihnachtsmarkt beabsichtigt.

Maßnahmen:

Im Rahmen einer Grünplanung soll die vorhandene Grünfläche des Bahnhofsvorplatzes mit seinem Springbrunnen in einen Skulpturengarten umgewandelt werden. Die Umbaumaßnahme soll die temporäre Präsentation der Werke von Bildhauern ermöglichen. Außerdem soll eine Umgestaltung und Erneuerung der Möblierung zur Steigerung der Aufenthaltsqualität beitragen.

21 | Gestaltungsfibel

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde Umgesetzt

Eine Gestaltungsfibel mit Empfehlungen für die Fassadengestaltung zeigt privaten Bauherren Planungshilfen sowie Handlungsempfehlungen für eine ortstypische Bauweise in Bad Orb auf mit dem Ziel, ästhetische Verbesserungen zu erzielen und das historisch gewachsene Ortsbild beizubehalten und zu sanieren. Themen der Gestaltungsfibel: u.a. Regelungen zur Anordnung von Gebäuden auf Grundstücken, zur äußerlichen Gestaltung wie Dachform/ -neigung oder Fassaden, Fenster/Außentüren, Materialien, Werbeanlagen sowie Art, Höhe, Gestaltung von Einfriedungen.

22 | Mobilitätszentrale am Bahnhof

Projektstatus:

Einzelmaßnahme 22
Einzelmaßnahme 22
ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2024 - 2025

In der aktuellen Zeit spielen Mobilität und Flexibilität eine immer größer werdende Rolle.
Aber auch Themen wie Carsharing und Mitfahroptionen gewinnen immer mehr an Attraktivität. Im Rahmen der zu erarbeitenden Konzeption für eine Mobilitätszentrale soll hierdurch der Anreiz geschaffen werden, Fahrgemeinschaften zu nutzen oder Besorgungen für ältere Menschen zu erledigen. Hierdurch können sich u.a. Fahrgemeinschaften für den gemeinsamen Weg zur Arbeit zusammenschließen, das Shuttle zum Sport, Nachhilfe oder dergleichen oder eine Transportmöglichkeit / Einkaufshilfe für den Wocheneinkauf organisiert werden.
So kommen Menschen aus einem Quartier oder Bereich zusammen, die ohne diese Einrichtung vermutlich nie zusammengekommen wären.

Für die einzurichtende Mobilitätszentrale am Bahnhof gibt es unterschiedliche Varianten.
Denkbar wäre eine Anlaufstelle in Form eines kleinen Büros, aber auch die digitale Umsetzung in Form einer Homepage oder eines Portals. Entscheidend ist die Suche nach einem Träger, der die Betreuung dieser Einrichtung begleitet und organisiert. Je nach Konzept kann die Arbeitsintensität im Verlauf des Projekts abnehmen.

Der Mobilitätzentrale am Bahnhof soll ein Fahrradverleihsystem incl. Ladestation für EMobilität angegliedert werden.

24 | Konzept zur Belebung Quellenring

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 24
Einzelmaßnahme 24

Der Quellenring verläuft in Verlängerung des ehemaligen Stadtgrabens entlang der Ostseite der Altstadt bis zum Beginn der Hauptstraße am Salinenplatz. Geprägt wird das Gebiet vom Gewässerverlauf der Orb mit seinen zahlreichen Fußgängerbrücken. In letzter Zeit ist ein kleines Kunst- und Kreativquartier mit einem Schwerpunkt auf Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie am Quellenring der Altstadt entstanden und es haben sich Galerien, Agenturen, Design- und Schmuckläden und verschiedene Ateliers angesiedelt. Dennoch sind noch viele Leerstände in den ehemals gewerblich genutzten Erdgeschosszonen zu verzeichnen. Die leerstehenden Ladenlokale sind überwiegend in einem solch schlechten baulichen Zustand, dass eine Neuvermietung zwangsläufig größere Investitionen im Vorfeld erfordert.

Auch das Potenzial der Lage des Quellenrings an der Orb wird nur bedingt genutzt, wofür zum einen die mangelnde Zugänglichkeit und Erlebbarkeit der Uferbereiche, aber auch die unattraktive Gestaltung der Wege und Brücken verantwortlich ist. Aufgrund der vorhandenen gestalterischen und funktionalen Mängel verfügen sie aktuell über keine adäquate Aufenthaltsqualität und werden ihrer Funktion im stadträumlichen Gefüge nicht gerecht.
Vor dem Hintergrund der Belebung des Bereichs für ein kulturelles, gastronomisches und touristisches Angebot sind umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Sanierung der Bausubstanz ebenso wie zur Aufwertung des öffentlichen Raumes erforderlich.

Mit der Stärkung der begonnenen Entwicklung im Quellenring zu einem Kreativquartier soll auch dem Trading-Down Effekt in der Altstadt entgegengewirkt werden.

Zielsetzung:

  • Stärkung und Entwicklung des Quellenrings zu einem attraktiven, durchmischten Quartier
  • Stärkung, Entwicklung und Erweiterung des Künstlerviertels / Kreativquartiers
  • Beseitigung der Leerstände am Quellenring
  • Bessere Ausschöpfung des Potenzials des Quellenrings durch die Lage an der Orb
  • Schaffen von erlebbaren Uferbereichen und Zugangsmöglichkeiten entlang der Orb

Maßnahmen:

  • Erarbeitung eines Konzepts mit Maßnahmenvorschlägen zur Belebung des Quellenrings

25 | Konzept zur Entwicklung des Alten Rathauses

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 25
Einzelmaßnahme 25

Das Kulturdenkmal „Altes Rathaus“ von Bad Orb liegt in städtebaulich herausragender Lage an der Schnittstelle zwischen der historischen Altstadt und dem Kurpark. Das um 1770 erbaute Anwesen ist zusammen mit Gradierwerk und Zollhaus das einzige erhaltene Gebäude der ehemaligen Saline Orb. Das Gebäude mit Uhrturm war zu bayerischer Zeit Verwaltungsgebäude der Saline Orb (Hauptsalzamt), das Nebenhaus Inspektorenhaus mit Dienstwohnungen der Salinenbeamten. Von 1865–2004 wurde das Anwesen als Rathaus genutzt; zeitweise befand sich hier auch ein städtisches Museum. Heute befinden sich im Gebäude die Kurverwaltung und die Tourist-Information sowie Abstell- und Lagerräume. Eine darüberhinausgehende Nutzung ist derzeit aufgrund notwendiger Brandschutzmaßnahmen nicht möglich. Für das momentan bereits erheblich untergenutzte Kulturdenkmal zeichnet sich daher zukünftiger Leerstand ab.

Ein drohender Leerstand und dessen negative Auswirkungen auf das Stadtbild gilt es aus Sicht der Stadtentwicklung jedoch unbedingt zu vermeiden. Das Gebäude ist nur dann rentabel und damit überlebensfähig, wenn es eine Nutzung beherbergt. Steht es leer, droht der Verfall. Es darf daher nicht abgewartet werden, bis der Leerstand zur Realität geworden ist, sondern es sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt sinnvolle Vorbereitungen und erste Planungsschritte wegweisend für den Erhalt des Kulturdenkmals zu treffen.

Zielsetzung:

  • Inhaltliche Auseinandersetzung mit den Entwicklungsmöglichkeiten des Alten Rathauses, um zu vermeiden, dass es zur Problemimmobilie wird und die innenstädtische Entwicklung blockiert
  • Vorausschauende Suche nach Nachnutzungskonzepten und einer sinnvollen und nachhaltigen Folgenutzung
  • Anstoßen von Diskussionen und Abstimmung mit Beteiligten und Interessierten

Maßnahmen:

  • Ausloten von Interessen und Bedarfen potentieller Nachnutzer
  • Erstellen einer Machbarkeitsstudie
  • Erarbeiten eines baulichen Konzeptes unter Berücksichtigung der ermittelten Bedarfe
  • Bürgerbeteiligung
  • Vorbereitungen und erste Planungsschritte für den Erhalt des Gebäudes

26 | Lichtkonzept

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Die aktuelle Thematik sowohl der Energieeffizienz als auch der Lichtverschmutzung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Insbesondere Privatleute sorgen mit LEDLeuchten an ihren Fassaden für Lichtverschmutzung und ertränken dabei die Gebäude in einer „Lichtsoße“.
Die Funktionalbeleuchtung Bad Orbs wurde in den vergangenen Jahren bereits weitestgehend auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. Im Bereich des Fördergebietes ist der Ersatz der alten Leuchtmittel jedoch noch nicht abgeschlossen und weist in Teilbereichen noch eine veraltete Lichttechnik auf. Gleichzeitig sind die Leuchten selbst unter gestalterischen Gesichtspunkten überwiegend nicht mehr zeitgemäß. Obwohl bei der Durchführung der Umrüstungsmaßnahme durchaus das vorhandene Ambiente berücksichtigt und z.B. die gelbe
Beleuchtung in der Altstadt beibehalten wurde, kommen immer noch häufig Leuchten mit inadäquater Lichtfarbe und mangelhafter Farbwiedergabe zum Einsatz, wodurch die Aufenthaltsqualität erheblich gesenkt wird.
Die Gestaltung des Stadtbildes ist jedoch nach Anbruch der Dunkelheit nicht abgeschlossen. Der Fokus soll daher von den funktional gut ausgeleuchteten Straßen noch mehr auf Fußgängerbereiche, wichtige Gebäude, Plätze und Parks ausgedehnt werden. Das stärkt die Innenstadt für den Einzelhandel, den Tourismus und schafft Ambiente.
Für die Architektur- und Akzentbeleuchtung existiert derzeit in Bad Orb jedoch kein abgestimmtes Gesamtkonzept, das sowohl inhaltlich die verschiedenen Aspekte der Lichtplanung in einem Handlungskonzept miteinander verknüpft, als auch ein Bewusstsein und Sensibilisierung in der Bevölkerung, Administration und Politik für die Bedeutung von Licht im Rahmen der Stadtplanung, der Stadtgestaltung und des Stadtmarketings schafft.

Zielsetzung:

Die Bad Orber Altstadt soll auch nachts durch Licht attraktiver gestaltet und das abendliche Erscheinungsbild und die Aufenthaltsqualität durch angenehme Lichtstimmungen verbessert werden. Dazu sind die historischen Gebäude und Plätze, aber auch Bäume und Details lichttechnisch in Szene zu setzen und Besonderheiten herauszustellen. Zudem soll das Licht Interesse wecken und Vielfalt betonen, indem es Sehenswürdigkeiten illuminiert, den Blick aber auch in Seitenstraßen lenkt. Die Maßnahmen sollen zum einen zu einer besseren nächtlichen Präsentation der Plätze und Baudenkmäler, aber auch zu Energie- und Kostenersparnissen führen.

Ziel des Lichtkonzeptes für die Bad Orber Innenstadt ist daher die Etablierung einer langfristigen Entwicklungsstrategie für die Funktionalbeleuchtung und Akzentbeleuchtung unter lichttechnischen und lichtgestalterischen Aspekten. Anwohner, Immobilieneigentümer, Einzelhandel und verschiedene Interessenverbände sind frühzeitig in die Planung mit einzubeziehen.

Maßnahmen:

Erstellen eines Lichtkonzeptes für die Innenstadt von Bad Orb, in dem Ideen und Vorschläge zur Beleuchtung von Straßen und Plätzen und zur Akzentbeleuchtung bedeutsamer Einzelbauwerke entwickelt und darüber hinaus Vorschläge für den Umgang mit privaten Leuchtwerbeanlagen gemacht werden.
Das Lichtkonzept soll bei der weiteren Umgestaltung der Innenstadt berücksichtigt und insbesondere auch bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen umgesetzt werden.

27 | Umsetzung der Ergebnisse des Lichtkonzeptes

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2023 - 2026

Die Ergebnisse des Lichtkonzepts sollen umgesetzt werden. Durch die Straßen-, Platz- und Fassadenbeleuchtung soll die Qualität der Innenstadt unterstrichen und zahlreiche stadtbildprägende Baudenkmäler und Freiraumelemente akzentuiert werden. Das Herausstellen von wertvollen Fassadenelemente im Einvernehmen mit den Privateigentümern ist ebenfalls Bestandteil der geplanten Umsetzung der Maßnahme.

Die Umsetzung ist dabei auf unterschiedliche Art und Weise geplant:

  • Im Zuge der Einzelmaßnahmen zur Neugestaltung von Straßen, Plätzen und Freiräumen sollen die entsprechenden Maßnahmen aus dem Lichtkonzept mit umgesetzt werden, die zugehörigen Kosten sind in den jeweiligen Einzelprojekten mit beinhaltet
  • Sonstige Umsetzung von Maßnahmen aus dem Lichtkonzept als öffentliche Maßnahme zur Herstellung und Gestaltung von Freiflächen
  • Kleinere Maßnahmen mit Projekten zur Neugestaltung von Straßen und Plätzen durch Beleuchtung sollen mit Hilfe des Verfügungsfonds in privat-öffentlicher Kooperation angestoßen und umgesetzt werden. Diese müssen dem Ziel der Stärkung der Innenstadt dienen, innerhalb des festgelegten Bereiches ihre Wirkung entfalten und dürfen nicht nur einzelnen Personen zugutekommen

28 | Erstellung eines Verkehrs- und Parkraumbewirtschaftungskonzeptes

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde Umgesetzt

Ausgangslage:

Die äußere Erschließung des Untersuchungsgebietes und damit die Erreichbarkeit des Untersuchungsgebietes mit dem Pkw aus dem Stadtgebiet und dem Umland Bad Orbs ist sichergestellt. Auch mit dem ÖPNV ist das Untersuchungsgebiet gut erreichbar.
Die Frankfurter Straße und die Würzburger Straße besitzen aufgrund ihres hohen Verkehrsaufkommens eine starke Trennwirkung, der nördliche Bereich des Untersuchungsgebietes um den Bahnhof wird dadurch von der Altstadt räumlich getrennt.
Ein Großteil der Straßen innerhalb des Untersuchungsgebietes sind als Fußgängerzone ausgewiesen. Diese ist jedoch baulich in weiten Teilen nicht hergestellt. Der Straßenraum ist insbesondere in der Hauptstraße rein verkehrlich und durch ein hohes Verkehrsaufkommen geprägt, was zu einer starken Funktionseinschränkung dieses innerörtlichen Versorgungsbereiches führt. Fußgänger haben hier in der Realität keinen Vorrang vor dem KFZ-Verkehr. Ein „Bummeln“ und „Flanieren“ entlang der Geschäfte ist nicht möglich. Die Gehwegflächen werden vielfach als Aufstellflächen der ansässigen Einzelhandelsbetriebe genutzt und weisen keinerlei Aufenthaltsqualität auf. Zudem nimmt der ruhende Verkehr im öffentlichen Straßenraum viel Platz ein.
Weitere wichtige Straßen südöstlich der Altstadt sind als verkehrsberuhigter Bereich gekennzeichnet.
Öffentliche Parkplätze sind am nördlichen und südlichen Rand der Altstadt in ausreichender Anzahl vorhanden. Wohnungsnahe private Stellplätze befinden sich hauptsächlich in „verbauten“ und versiegelten Hinterhöfen. Diese stehen damit in Konkurrenz zu einer Nutzung der Hinterhöfe als private Freiflächen mit Aufenthaltsqualität.

Zielsetzung:

Durch die Erarbeitung eines Verkehrskonzepts mit einer integrierten und ganzheitlichen Betrachtung der unterschiedlichen Verkehrsträger und Verkehrsteilnehmer sowie der vorhandenen und geplanten Raumstruktur, sollen neben der Verkehrsentlastung, Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit im Stadtkern Möglichkeiten zur Erweiterung des Stellplatzangebotes für private Nutzer insbesondere in der Altstadt gefunden werden.
Das Parkraumbewirtschaftungskonzept soll mittels zielgerichteter Steuerung des Verhältnisses von Parkplatzsuchverkehr zur Anzahl verfügbarer Parkplätze im öffentlichen Straßenraum eine Optimierung des Parkraumes im Stadtgebiet ermöglichen. Eine gezielte Bewirtschaftung des begrenzten Parkraumangebotes soll sicherstellen, dass alle Nutzergruppen genügend Parkraum vorfinden. Durch die Reduzierung des Parksuchverkehrs wird eine Steigerung der Aufenthaltsqualität der Innenstadt angestrebt.

Maßnahmen:

  • Bestandserhebung mit umfassender Analyse des fließenden Verkehrs, des Parkraumangebotes und der Parkraumnachfrage
  • Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes
  • Entwicklung von Konzepten zur Unterbringung privater Stellplätze im Bereich der öffentlichen Parkplätze am Rand der Altstadt
  • Prüfung der Notwendigkeit für die Errichtung eines Parkhauses zur Bereitstellung von privaten Stellplätzen für die Bewohner der Innenstadt
  • Erarbeiten von Vorschlägen zur Parkraumbewirtschaftung

Die Ergebnisse des Verkehrs- und Parkraumbewirtschaftungskonzeptes sind einzubeziehen in die Einzelmaßnahmen (3) Umgestaltung Marktplatz, (4) Neugestaltung Salinenplatz, (14) Umgestaltung Hauptstraße und Solplatz, (22) Errichtung einer Mobilitätszentrale am Bahnhofsvorplatz, (29 / 30) Erarbeitung / Umsetzung eines Rad- und Fußwegekonzeptes, (33) Umgestaltung der ungestalteten Altstadtstraßen, (34) Umgestaltung der Phillippsgasse, (36) Ausbau der Infrastruktur für E.-Mobilität.

29 | Erarbeitung eines Rad- und Fußwegekonzeptes

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde Umgesetzt

Ausgangslage:

Die historisch bedingt engen Straßenräume innerhalb der Bad Orber Altstadt führen zu stark eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer. Angemessen ausgestaltete Fuß- und Radwege fehlen in diesem Bereich vollständig.
Weiterhin fehlt es an attraktiven Fuß- und Radwegeverbindungen, die die einzelnen Stadtteilbereiche – Altstadt, Kurviertel oder Kurpark – miteinander verbinden bzw. Verbindungen in das Umland herstellen.
Durch das Untersuchungsgebiet führen diverse Rad- und Wanderwege, die außerhalb des
Untersuchungsgebietes an übergeordnete Rad- und Wanderwegenetze anschließen. Diese sind jedoch vor Ort baulich nicht zu erkennen. Lediglich die Schilder, u.a. auf dem Salinenplatz, weisen auf die Existenz von Rad- und Wanderwegen hin.

Zielsetzung:

Die Stadt Bad Orb möchte eine Verbesserung für den Alltagsradverkehr erreichen. Hierzu ist die Suche nach alternativen Radwegeführungen, nach Lückenschlüssen im Netz, die Betrachtung der Radverkehrsbeschilderung, die Optimierung von Radabstellanlagen, die Verknüpfung der Radnutzung mit anderen Verkehrsträgern und die Verbesserung der Radverkehrsführung an den wichtigen innerstädtischen Knotenpunkten erforderlich.
Darüber hinaus sollen die innerstädtischen Fußwegeverbindungen verbessert werden.

Maßnahmen:

Durch die Erarbeitung eines Rad- und Fußwegekonzeptes sollen konkrete Handlungsschritte für eine Erhöhung des Radverkehrsanteils in der Stadt Bad Orb und für die Steigerung der Qualität der fußläufigen Verbindungen im Stadtgebiet benannt werden, damit im Anschluss eine zielgerichtete Umsetzung von Maßnahmen erfolgen kann.

  • Erforschen der vorhandenen Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur
  • Ermittlung von Verbesserungspotenzialen
  • Definieren von Zielen für die künftige Weiterentwicklung des Rad- und Fußverkehrs
  • Erarbeiten eines Konzeptes mit Handlungsempfehlungen

30 | Umsetzen der Ergebnisse des Rad- und Fußwegekonzeptes

Projektstatus:

ampel-rot

Maßnahme aktuell noch nicht umsetzungsreif

Ausgangslage:

Die Stadt Bad Orb möchte eine Verbesserung für den Alltagsradverkehr erreichen. Hierzu ist  die Suche nach alternativen Radwegeführungen, nach Lückenschlüssen im Netz, die Betrachtung der Radverkehrsbeschilderung, die Optimierung von Radabstellanlagen, die Verknüpfung der Radnutzung mit anderen Verkehrsträgern und die Verbesserung der Radverkehrsführung an den wichtigen innerstädtischen Knotenpunkten erforderlich.
Darüber hinaus sollen die innerstädtischen Fußwegeverbindungen verbessert werden.
Mit der Einzelmaßnahme (30) Erarbeitung eines Rad- und Fußwegekonzeptes werden daher konkrete Handlungsschritte für eine Erhöhung des Radverkehrsanteils in der Stadt Bad Orb und für die Steigerung der Qualität der fußläufigen Verbindungen im Stadtgebiet benannt.

Zielsetzung:

  • Zielgerichtete Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem Rad- und Fußwegekonzept zur Erhöhung des Radverkehrsanteils und Steigerung der Qualität der fußläufigen Verbindungen

Maßnahmen:

  • Herstellung von Radwegen als Lückenschlüsse im Radwegenetz
  • Erneuerung und Ergänzung der Ausschilderung
  • Herstellung von Radabstellanlagen
  • Herstellung von Fußwegen
  • Ausschilderung von innerörtlichen Fußwegeverbindungen

31 | Konzept zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme wurde Umgesetzt

Ausgangslage:

Barrierefreiheit entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Standortfaktor, von dem nicht nur Menschen mit Behinderungen und die älter werdenden Generationen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger profitieren. Die Stadt Bad Orb ist derzeit jedoch bei weitem noch nicht so gestaltet, dass allen Bürgerinnen und Bürgern eine selbstbestimmte Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht wird.
Die vorgefundenen Mängel und Defizite im Bereich der baulichen Barrierefreiheit sind in Bad Orb hauptsächlich Sicherheitskonflikte durch den Straßenzustand und durch die Gestaltung des Straßenraums / Verkehrsführung oder Gefahrenstellen durch Hindernisse im Gehbereich, Ausstattungsmängel, nicht barrierefreie Bushaltestellen oder teilweise auch Zugänge zu öffentlichen Gebäuden.

Zielsetzung:

Die barrierefreie Gestaltung der Stadt Bad Orb soll jedoch weit über das Herstellen von barrierefreiem öffentlichem Raum hinaus reichen. Ein Gesamtkonzept muss daher neben Zielen und Maßnahmenvorschlägen zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlich zugänglichen Gebäuden auch Aussagen zur barrierefreien Nutzbarkeit von Verwaltungsangeboten und sonstiger öffentlicher Angebote, zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr sowie zum Ausbau barrierefreier Angebote im Bereich Kultur, Freizeit und Sport beinhalten. Die Herstellung eines flächendeckenden Angebots von privaten Einrichtungen im besonderen öffentlichen Interesse sowie barrierefreier Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gehört ebenfalls dazu wie die Bereitstellung von barrierefreiem Wohnraum, die Einrichtung von zentralen Beratungsstellen sowie die Benennung von Beauftragten und Einrichtung von Beiräten von und für Menschen mit Behinderung und Senioren.

Maßnahmen:

Für die Stadt Bad Orb soll daher ein Gesamtkonzept mit Bestandsanalyse, Formulierung von Defiziten, Handlungsbedarf, Zielen und Maßnahmen erarbeitet werden.

33 | Umgestaltung der ungestalteten Altstadtstraßen

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 33
Einzelmaßnahme 33

Insgesamt weist ein Großteil der Straßen und Plätze innerhalb des Untersuchungsgebietes sowohl gestalterische als auch funktionale Mängel auf, wodurch sie aktuell über keine adäquate Aufenthaltsqualität verfügen und ihrer Funktion im stadträumlichen Gefüge nicht gerecht werden. Die Verkehrsflächen im Altstadtbereich befinden sich zu großen Teilen in einem erneuerungsbedürftigen Zustand. Der öffentliche Raum ist überwiegend nicht barrierefrei ausgebildet.
Vor dem Hintergrund der vorrangigen Erforderlichkeit der Wiederbelebung des Bereichs als zentraler Wohn- und Arbeitsstandort sowie als Zentrum für ein gastronomisches, kulturelles und touristisches Angebot der Kurstadt Bad Orb sind umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Aufwertung der Straßen- und Platzräume im Altstadtbereich erforderlich. Hier besteht ein hoher Erneuerungsbedarf im öffentlichen Raum.

Zielsetzung:

  • Erneuerung und Umgestaltung der ungestalteten Altstadtstraßen zur Aufwertung der Straßen- und Platzräume im Altstadtbereich

Maßnahmen:

  • Neuordnung der Verkehrsflächen für den fließenden und ruhenden Verkehr
  • Erarbeitung einer abgestimmten Entwurfsplanung unter Berücksichtigung der Belange mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmer
  • Vorbereitende Maßnahmen für die Nutzung von Fernwärme (Rohrverlegung) im Zuge der Straßenausbaumaßnahmen
  • Umsetzen der Planung

34 | Umgestaltung der Phillippsgasse

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2026 - 2028

Ausgangslage:

Einzelmaßnahme 34
Einzelmaßnahme 34

Die Phillippsgasse führt vom ehemaligen Stadttor bei der Wilhelmsquelle bis zur Hauptstraße und weist sowohl gestalterische als auch funktionale Mängel auf, wodurch sie aktuell über keine adäquate Aufenthaltsqualität verfügt und ihrer Funktion im stadträumlichen Gefüge nicht gerecht wird. Der Brunnentempel der Phillippsquelle liegt etwa in der Mitte der Phillippsgasse und geht gestalterisch in der Vielzahl an privaten Stadtmöblierungselementen unter und wird nicht wahrgenommen.

Zielsetzung:

Im Zusammenhang mit der Einzelmaßnahme (13) „Aufwertung und Sanierung der Quellenstandorte“ soll auch eine Aufwertung des kompletten Bereiches zwischen der Ludwigsquelle und Phillipsquelle erfolgen. Die Zielsetzung hierbei besteht insbesondere in der Stärkung und Aufwertung der (historischen) Wegebeziehung von der Ludwigsquelle vor der Stadtmauer über die Phillippsquelle in der Phillippsgasse bis zur Hauptstraße sowie in der Steigerung der Aufenthaltsqualität.

Maßnahmen:

  • Erwerb von privaten Grundstücksflächen zwischen Stadtmauer und Gutenbergstraße
  • Schaffung von Warenpräsentationsflächen vor den Ladengeschäften
  • Regelung der privaten Möblierung im öffentlichen Straßenraum
  • Sanierung und Ausbau der Straßenoberfläche
  • Herstellung von Barrierefreiheit
  • Herstellung möglicher Grünstrukturen bzw. Baumpflanzungen
  • Vorbereitende Maßnahmen für die Nutzung von Fernwärme (Rohrverlegung) im Zuge der Straßenausbaumaßnahmen

35 | Einrichtung von Mitfahrbänken mit Überdachung

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2025 – 2026 auf Grundlage des Verkehrskonzept

Ausgangslage:

Das vorhandene ÖPNV-Angebot ist insbesondere für Jugendliche, Senioren und sonstige nicht-motorisierten Personen nicht immer ausreichend.
In den Beteiligungsprozessen wurde daher das Einrichten einer „Mitfahrbank“ als Ergänzung zum ÖPNV vorgeschlagen, wie sie bereits in zahlreichen Gemeinden vorhanden ist.
Konzept ist es, dass sich die Einwohner auf eine gekennzeichnete Bank setzen und darauf warten, von einem Autofahrer mitgenommen zu werden. Über umklappbare Schilder kann für die Vorbeifahrenden anzeigt werden, wo es hingehen soll.
Standorte für Mitfahrbänke sind Plätze, an denen sich Fahrer und Mitfahrer gut sehen können.

Zielsetzung:

Stärkung der Nahmobilität durch alternative Modelle insbesondere für Jugendliche und Senioren als Ergänzung zum öffentlichen Personen-Nahverkehr.

Maßnahmen:

Aufstellen von 2 barrierefreien „Mitfahrbänken“ mit Überdachung als Regenschutz an geeigneten, zentralen und frequentieren Stellen z.B. in der Frankfurter / Würzburger Straße und am Burgring.

36 | Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität

Projektstatus:

ampel-rot

Maßnahme aktuell nicht umsetzbar, Förderantrag 2020 nicht bewilligt

Der Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für die Akzeptanz und vor allem der Zunahme der Elektromobilität und ist damit zentrale Aufgabe bei der Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes. Sowohl der Bund als auch das Land Hessen haben daher Förderprogramme aufgelegt, die auch die Anschaffung von öffentlich und nichtöffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Kommunen umfasst.

Im Untersuchungsgebiet bestehen aktuell jedoch erst wenige öffentliche Möglichkeiten zur Nutzung von E-Mobilität inkl. Ladestationen und besonderen Parkmöglichkeiten. Im Bereich des Parkplatzes Seboldwiese im Nord-Osten des Untersuchungsgebietes gibt es eine E-Ladestation für Elektrofahrzeuge. Zusätzlich sind bislang 2 Ladestationen für E-Bikes vorhanden (E-Bike Ladesäule Restaurant Alter Bahnhof und Restaurant Die Pfeffermühle).

Zur Förderung der verstärkten Nutzung von E-Mobilität gilt es daher, im Gebiet verschiedene Angebote für diese Fahrzeuge anzubieten. Ein potenzieller Standort ist der Bahnhofsvorplatz, hier soll eine Mobilitätszentrale eingerichtet werden. Im Rahmen der weiteren Umsetzung sollen weitere Standorte geprüft werden, um eine breitere Abdeckung zu gewährleisten.

Die Maßnahme hat Wechselwirkungen mit weiteren Einzelmaßnahmen (03,04,14,28,33,37), da es hierbei um die Umgestaltung des öffentlichen Raumes geht und die potenziellen Standorte für Ladestationen und besondere Parkmöglichkeiten hierbei zu beachten sind. Angebote für E-Bikes tragen insbesondere auch zur Attraktivierung für den Tourismus bei.

Grundsätzlich wird der Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität über Programme von Bund und Land gefördert. Ergänzend hierzu sind jedoch flankierende Maßnahmen erforderlich wie z.B. Planungsleistungen, Neuerrichtung und ggf. Überdachung von geeigneten Parkflächen, Entfernen oder Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern am Standort, ggf. auch Erwerb von Flächen zur Schaffung von geeigneten Standorten.

Die geschätzten Gesamtausgaben beinhalten die Kosten zur Erstellung eines Gesamtkonzeptes, die Umsetzungsplanung und die bauliche Realisierung der erforderlichen flankierenden Maßnahmen.

37 | Einrichtung von Pflanzbeeten im Straßenraum mit Pflanzpatenschaften der Anwohner

Projektstatus:

ampel-gelb

Maßnahme geplant für 2024

Ein Teil der in verschiedenen Maßnahmen beschriebenen Pflanzbereiche/ -beete sollen mit Einbeziehung der Anwohner errichtet werden.
Die Anwohner dürfen die Beete mit geringfügigen Vorgaben eigenständig bepflanzen. Dies führt zum einen zu einer bunten Mischung der Beete und einem urbanen Lebensgefühl. Zum anderen ist auf diese Weise die soziale Kontrolle gegeben, die Beete nicht verwahrlosen zu lassen und auch auf Vandalismus in allen Formen gegenseitig zu achten. Durch die Einbindung der Anwohner in Form von Patenschaften können die Kosten der Stadt für Herstellung und Unterhaltung stark reduziert werden.
In den veranschlagten Kosten sind Anteile für die erstmalige Aktivierung sowie für Planungs- und Beratungsleistungen enthalten.

40 | Modernisierung und Instandsetzung von Wohngebäuden

Projektstatus:

ampel-gruen

Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

Ausgangslage:

Eine hohe Anzahl der im Untersuchungsgebiet befindlichen, überwiegend historischen Bausubstanz, weist einen – partiell hohen – Modernisierungsbedarf auf. Dieser Bedarf erstreckt sich dabei von der gestalterisch wirksamen Fassadensanierung über energetische Ertüchtigungsmaßnahmen bis hin zur umfassenden Sanierung der Bausubstanz. Einige Gebäude innerhalb des Untersuchungsgebietes weisen derart gravierende bauliche Mängel auf, dass sie derzeit nicht bewohnbar oder anderweitig nutzbar sind. Im Südwesten der Altstadt gibt es im Bereich Obertorstraße / Rosengasse eine verstärkte Konzentration von Gebäuden mit gravierenden baulichen Mängeln.

Die bauliche Modernisierung, Umnutzung oder Erweiterung der im Untersuchungsgebiet befindlichen Wohn- und Geschäftsgebäude ist ein wesentlicher Baustein der städtischen Erneuerungsmaßnahme. Energetische Sanierungen, Grundrissoptimierungen oder Maßnahmen zur Wohn- bzw. Geschäftsraumerweiterung tragen im großen Maße zum Erfolg einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei, um den Anforderungen an ein zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten für alle Gesellschaftsschichten gerecht zu werden.

Um Investitionen privater Eigentümer anzuregen, sollen kleinere private Einzelmaßnahmen über Anreizprogramme gefördert werden (siehe Einzelmaßnahmen Nr. 02, 07, 38, 39, 41)

Darüber hinaus verbleiben jedoch noch zahlreiche Gebäude, die nach ihrer inneren und äußeren Beschaffenheit Missstände aufweisen und bei denen eine umfassende Modernisierung oder Instandsetzung unumgänglich ist.

Zielsetzung:

Die Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen soll neben der baulichen Veränderung den Anwohnern und Gewerbetreibenden im Untersuchungsgebiet den Anreiz schaffen, aktiv an der Stadtentwicklung beizutragen. Geförderte Maßnahmen mit Vorbildwirkung sollen die Attraktivität der persönlichen Mitwirkungsbereitschaft stärken und eine hohe öffentliche Akzeptanz der Aktiven Kernbereiche bewirken.

Maßnahmen:

  • Modernisierung oder Instandsetzung von Gebäuden
  • Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz an Gebäuden und Gebäudeteilen
  • Nutzung von Dächern und versiegelten Freiflächen zur Solarenergieerzeugung
  • Regenwasser sammeln, versickern, bewässern und für Brauchwasserzwecke verwenden
  • Umgestaltung und Neuanlage von Grün- und Freiflächen sowie Stellplätzen
  • Gebäudebezogene Maßnahmen zur Erhaltung und zur Verbesserung der Biodiversität (Dach- und Fassadenbegrünungen, Einbau von Nistmöglichkeiten)

42 | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ausgangslage:

Eine transparente Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Teil einer breit angelegten Kommunikation. Neben einer gebietsbezogenen Image- und Aktivierungskampagne („Dachmarke“) ist auch die Erstellung einer Projekt-Website zum Fördergebiet vorgesehen.
Diese soll aktuelle Informationen zum Projektstand beinhalten sowie Foren zu besonderen Fragestellungen für die Bürger bieten.

Zielsetzung:

  • Stärkung der Mitwirkungsbereitschaft und Akzeptanz in der Öffentlichkeit für den Umsetzungsprozess
  • Schaffung von Möglichkeiten für einen transparenten Austausch der in die Planungsprozesse involvierten Betroffenen und Akteure

Maßnahmen:

  • Projektbegleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen
  • Einrichten und Pflegen einer Projekt-Website

43 | ISEK

Die Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche Bad Orb“ ist Förderbedingung der Städtebauförderung des Bundes und der Länder. Die Arbeitsgemeinschaft GSW Stadtentwicklung und Städtebau mbH und Planergruppe ROB GmbH wurden von der Stadt Bad Orb mit der Erstellung des ISEKs beauftragt.
Das ISEK „Kernbereich Bad Orb“ beinhaltet Ziele, Handlungsfelder und Projekte für die Entwicklung des Fördergebietes für die kommenden 10 Jahre. Es wurde kooperativ mit allen städtischen Institutionen, Fachplanungen und der Bürgerschaft erarbeitet.
Wegen seines konkreten Gebietsbezugs und des hohen lokalen Abstimmungsgrades, einschließlich Bürgerbeteiligung, enthält es langfristig wirksame Planungsgrundlagen der Stadtentwicklung.

44 | Management, Steuerung, Konzepte, Beratung

Im Zuge der Realisierung der geplanten Einzelmaßnahmen des Städtebauförderprogramms „Aktive Kernbereich in Hessen 2018“ sind weitere Maßnahmen, Konzepte und Beratungen erforderlich. Hierzu gehören:

  • RiLiSe 9.2: Steuerung für Kompetenzzentrum + Lenkungsgruppe (Lokale Partnerschaften)
  • RiLiSe 9.13: Kernbereichsmanagement
  • RiLiSe 9.15: Konzepte und Beratung
    • Verkehrswertermittlungen für Grundstücksankäufe
    • Anwaltliche Beratung für Vergaben
    • Hilfe bei Planung, Satzungen, Konzeptstudien


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